Sagen-Premiere im Schaubergwerk

Bei der Veranstaltung in der Grube Tannenberg am Schneckenstein schaute sogar eine echtes Moosweiblein vorbei.

Schneckenstein.

Dass es die hilfreichen Moosweiblein in den vogtländischen Wäldern wirklich gibt, davon konnten sich am Samstag die Besucher im Schaubergwerk Grube Tannenberg am Schneckenstein überzeugen. Kaum hatte Lisa Köhler vom Theaterdorf Zwota die Sage vorgelesen, in der die Moosweiblein den Eigentümern der alten Brett- und Mahlmühle in Oberzwota halfen, da tauchte ein solches Moosweiblein auf und verteilte kleine Geschenke an die Kinder.

Zum ersten Mal hatten das zur Kultur GmbH des Vogtlandkreises gehörende Schaubergwerk mit der Sagentruppe des Theaterdorfes Zwota und dem Tannenbergsthaler Heimatverein Topas zu einem Sagennachmittag über und unter Tage eingeladen. Der Auftritt von Sylvia Schlenker aus Falkenstein als Moosweiblein gehörte mit dazu.

Es war eine Premiere in doppeltem Sinne, denn erstmals wurden Sagen aus der Region auch tief im Berg gelesen. Von Conny Meinl erfuhren die rund 40 Besucher, was es mit der Höhle voller Schätze am Aschberg auf sich hat, die sich nur einmal alle hundert Jahre öffnet - und zwar an einem Gründonnerstag und auch nur einem Sonntagskind. Dessen Wiege musste übrigens aus Aschberg-Fichtenholz sein.

Karla Dunger und Martina Zeißig erzählten tief unter dem Schneckenstein, wie einst die Topase in diese, in Europa einmalige Felsformation kamen - es soll sich nämlich um Nixen handeln, die wahrscheinlich der Wilde Jäger verzaubert hat. Der ist auch der Feind aller Moosweiblein.

Das obere Vogtland besitzt eine Vielzahl an Sagen. Die im vergangenen Jahr gegründete Sagentruppe vom Theaterdorf Zwota hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses kulturelle Erbe zu pflegen.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...