Schul-Tablets geliefert, aber niemand macht sie flott

Oelsnitz: Ressourcen für Inbetriebnahme 24 neuer Geräte fehlen

Oelsnitz.

Die Stadt Oelsnitz hat 24 Tablets fürs Ganztagsangebot in den städtischen Schulen angeschafft, bekommt die Geräte bislang aber nicht in Betrieb genommen. Das hat Sachgebietsleiter Rico Nieckels im Finanzausschuss des Stadtrates auf Anfrage von Monika Müller (AfD) erklärt. Die Geräte wurden bereits im alten Jahr geliefert. "Die Technik muss installiert und konfiguriert werden. Wir brauchen dafür die notwendigen Ressourcen", sagte er. Im nächsten Schritt seien auch noch Absprachen nötig, wer die Geräte tatsächlich bekomme. Auch Leihverträge müssten abgeschlossen werden, sollten Geräte in den Elternhäusern fehlen. "Die Fördermittel haben wir abgegriffen", berichtete Nieckels den Stadträten.

Auf Nachfrage liefert die Stadtverwaltung weitere Details zur Digitaloffensive an den Schulen. Demnach hat die Stadt 42.000 Euro über die Förderverordnung für mobile Endgeräte erhalten. Dafür wurden 64 Tablets und zwei Ladekoffer gekauft: 16 Tablets für die Grundschule Am Stadion, 16 Tablets für die Grundschule Am Karl-Marx-Platz sowie 32 für die Oberschule. In den nächsten drei Jahren sollen die Schulen einen weiteren digitalen Schub erfahren. 435.000 Euro an Fördermitteln aus dem Digitalpakt Schule stehen dafür bereit. Netze, Server, Geräte und digitale Tafeln können davon gekauft werden. In Oelsnitz ist für 2021 die Anschaffungen von vier Klassensätzen Tablets à 23 Stück für den Ausbau der Ganztagsangebote geplant. Die im Dezember bestellten Geräte haben derzeit den Liefertermin 19. Februar. Eine weitere Verschiebung sei nicht auszuschließen, erklärt Sandra Scheuer, Sachgebietsleiterin Bildung. Viele Firmen kämpften mit massiven Lieferschwierigkeiten. "Durch die Corona-Schutz-Maßnahmen waren Fachfirmen leider nicht in der Lage, entsprechende Konfiguration und Betreuung zu übernehmen." Die Schulleitung sei bei der Planung des Bedarfs generell mit eingebunden, so Sandra Scheuer. "Bisherige Anschaffungen sind auf dieser Basis getätigt worden. Wir halten eine Schulung der Lehrer im Bereich Medienkompetenz für unbedingt notwendig. Diese Aufgabe fällt aber leider nicht in unseren Zuständigkeitsbereich."

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