Starkregen-Schäden: Immer noch Sorgen

Viereinhalb Monate nach den großen Problemen auch um Markneukirchen warten Betroffene weiterhin auf klare Aussagen.

Markneukirchen.

Die Zerstörungen durch Hochwasser und Starkregen Ende Mai/Anfang Juni haben Betroffene in und um Markneukirchen noch gut vor Augen - und dass es bislang aus ihrer Sicht an Aussagen fehlt, wie das künftig vermieden werden kann, stößt ihnen sauer auf. Das Thema spielte zur Bürgerfragestunde des Stadtrates eine Rolle, ohne dass oft das Rathaus zuständig ist: Die schmutzige Flut floss von privaten Feldern, Kreis- oder Bundesstraßen in Häuser und Grundstücke.

Dies hilft Betroffenen etwa in den Ortsteilen Wohlhausen und Schönlind freilich nichts. Eines soll aber nun kommen: Der bereits länger angekündigte Auftritt eines Verantwortlichen der Agrodienst Marktfrucht - Geschäftsführer Michael Kilian oder eines Vertreters - in der Stadtratssitzung am 25. Oktober, erklärte Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos). "Er will Stellung beziehen, was in der Landwirtschaft gemacht werden könnte", so Rubner. Er hat nach eigenen Worten Gespräche mit den Agrarbetrieben geführt, ist auch mit dem Kreis im Gespräch. Den Vorstellungen von Bürgern, das Problem mit Wasser etwa an der Kreisstraße in Schönlind ließe sich durch einfaches Einziehen eines Rohres schnell beheben, erteilte Frank Silling von der Allgemeinen Bauverwaltung im Rathaus eine Absage. Dafür sei viel mehr nötig.

Die konkrete Geldzahlung der Stadt für Betroffene wird eher symbolisch ausfallen, sagte Rubner. Da Landesmittel dafür nicht eingesetzt werden dürfen, verteilt die Stadt Spenden und eigenes Geld. Eine Prioritätenliste ist festgelegt. "Wir reden da von 500 Euro", beschrieb der Rathauschef die zu erwartende Größenordnung. Seitens von Bürgern hieß es mehrfach, ihnen sei wichtig, dass sich der Ärger nach Starkregen nicht wiederholt. Die Stadt selbst hat an ihren Straßen und Brücken Unwetterschäden in Höhe von geschätzt 1,3 Millionen Euro angemeldet. Betroffen waren unter anderem Brücken am Mühlweg und im Buttergrund, in Siebenbrunn der Sträßler Berg und die Dorfstraße. Die Stadt will den Sträßler Berg mit 90-prozentiger Förderung inklusive Straßenentwässerung bauen. Besonders am unteren Teil ist Handeln nötig, im oberen Abschnitt könnte später mit 75-prozentiger Förderung weitergebaut werden, so Rubner.

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