Südvogtland im Schatten des Regens

Wetterbilanz für Juni weist regionale Unterschiede auf

Bad Brambach/Muldenhammer.

Der südliche Zipfel des Vogtlandes lag im Juni häufig im Regenschatten der Niederschlags- gebiete. Zwar meldete in Bad Brambach die Wetterstation an den Mineralquellen 96, und die am Kurpark 100 Liter je Quadratmeter, aber im knapp 40 Kilometer entfernten Morgenröthe-Rautenkranz fielen im gleichen Zeitraum fast 170 Liter. Zum Vergleich: Im Juni 2019 wurden in Morgenröthe-Rautenkranz gerade mal 6,5 Liter registriert, im Juli waren es dann 7,5 Liter! Mehr Niederschlag im Juni wie 2020 hatte es in den vergangenen 15 Jahren nur 2013 (knapp 219 Liter) und 2007 (206 Liter) gegeben.

Dagegen lagen beide Orte bei der Zahl der Sonnenstunden fast auf dem gleichen Level: 210 waren es in Bad Brambach, 204 in Morgen- röthe-Rautenkranz. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatte es im Juni in Morgenröthe-Rautenkranz mit knapp 313 Sonnenstunden einen Rekordwert für die vergangenen 15 Jahre gegeben. Spitzenreiter war zuvor der Mai 2011 mit 281 Sonnenstunden gewesen.

Was die Temperaturen betrifft, gab es im Juni in Bad Brambach keinen Bodenfrost, der Tiefstwert am Kurpark waren 2,4 Grad Celsius. In Morgenröthe-Rautenkranz wurden dagegen an sechs Tagen Bodenfrost registriert, der Tiefstwert im Tal der Zwickauer Mulde lag bei minus 5,4 Grad (1. Juni).

Bei den Höchsttemperaturen herrschte dagegen fast wieder Ausgeglichenheit. In Bad Brambach wurden an den Mineralquellen 28 Grad, und am Kurpark 26,8 Grad als Höchstwert erreicht. In Morgenröthe-Rautenkranz kletterte das Thermometer bis auf 28,3 Grad. Im Vorjahr waren dort 34,3 Grad gemessen worden! Seit 2013 überschritt Morgenröthe-Rautenkranz im Juni bereits sechs Mal die 30-Grad-Marke. Solche Werte gab es in den zehn Jahren überhaupt nicht. (tm)

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