Vogtland-Arena: VSC nun alleiniger Hausherr

Die Betreibung der Vogtland-Arena und der Anlagen für den Ski-Leistungssport liegt jetzt komplett in den Händen des Vereins.

Klingenthal.

Der Zweckverband Vogtland-Arena hat die Dienstleistungskonzession für die Betreibung der ihm gehörenden Sportanlagen für vier Jahre an die Vogtland-Arena-Vermarktungsgesellschaft vergeben. Diese war der einzige Bieter bei der Ausschreibung.

Die Vermarktungsgesellschaft ist, wie ihr Geschäftsführer Alexander Ziron informierte, inzwischen eine 100-prozentige Tochter des VSC Klingenthal. Der Verein hat kürzlich die 49 Prozent der Anteile übernommen, die zuletzt bei der Beteiligungsgesellschaft der Sparkasse Vogtland lagen. Das bestätigte auch Klingenthals Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) als Vorsitzender des Zweckverbandes.

Zu Einzelheiten des Vertrages wollten sich Hennig und Nicole Wolf als Vertreterin von Landrat Rolf Keil (CDU) nicht äußern. Laut Hennig bekommt die Vermarktungsgesellschaft einen Zuschuss, muss aber auch Miete bezahlen. "Wenn etwas verdient wird, dann soll davon auch ein Teil an den Zweckverband fließen", so Hennig.

Die Vermarktungsgesellschaft ist damit zuständig für die gesamte Infrastruktur, die der nordische Leistungssport in Klingenthal benötigt - von der Vogtland-Arena über die Rollerbahn am Kiel und die Wettkampfloipen bis zu den Vogtlandschanzen in Mühlleithen.

Windsegel: Für den Bau eines stationären Windsegels an der Vogtland-Arena liegt endlich der dringend benötige Stempel des Statikers vor. Dann können laut Hennig die Arbeiten fortgesetzt werden. In diesem Jahr sollen noch die Baugruben für die Fundamente ausgehoben werden, der Spezialstahl ist bestellt. Ob die Fundamente noch in diesem Jahr gegossen werden können, hänge von der Witterung ab.

Flutlichtmasten: Die sechs Flutlichtmasten in der Vogtland-Arena werden künftig durch die Firma Fuchs Euro-Poles aus Neumarkt/ Oberpfalz gewartet. Das Unternehmen ist laut Zweckverbandsberater Christoph Flämig weltweit tätig. Das Angebot von 17.600 Euro liegt laut Flämig nur 200 Euro brutto über den Preis vom ersten Wartungspreis von 2007. Alle sechs Jahre ist eine Hauptinspektion der Masten gefordert. Eine Umrüstung der Beleuchtung auf LED ist laut Hennig derzeit finanziell nicht möglich.

Videotafel: Die Abnahme der mobilen Anlage in der Vogtland-Arena ist erfolgt. Damit soll künftig in Kooperation mit dem Tourismusverband Vogtland für Veranstaltungen in der Region geworben werden.

Kampfrichterturm: Der Auftrag zum Bau eines neuen Kampfrichterturms an den Vogtlandschanzen in Mühlleithen soll noch in diesem Jahr vergeben werden. Die Genehmigung für eine Holzkonstruktion, die günstiger ist, als die ursprüngliche Metallbauweise, steht noch aus.

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