Vogtlandmuseum kauft alte Stadtansicht zurück

Werk soll ab Frühjahr 2020 in Plauen zu sehen sein

Plauen.

Eine Kopie der vermutlich ältesten Stadtansicht Plauens aus dem Jahr 1540 hat für 1800 Euro jetzt den Besitzer gewechselt. Das bestätigte Martin Salesch, Fachdirektor des Vogtlandmuseums, auf Nachfrage von "Freie Presse". Seinen Worten zufolge handle es sich um eine Reproduktion eines Epitaphs mit dem Abbild des Burggrafen Heinrich IV. von Plauen aus dem 19. Jahrhundert. "Damals sind drei oder vier Stück angefertigt worden", erklärt Salesch. Eine der Kopien sei auf Schloss Burgk zu sehen. Das erworbene Epitaph, eine Gedenktafel - Heinrich IV. war nach seinem Tod 1554 in der Plauener Johanniskirche beigesetzt worden - soll ab Frühjahr im dann neu konzipierten Themenraum "Die Vögte" im Museum an der Nobelstraße gezeigt werden.

Das Original indes sei nicht mehr vorhanden, weiß Salesch. Auch würden sich bei den Kopien Details unterscheiden. Beispiel: "Der Heinrich rutscht ein bisschen hin und her", so der Museumschef. Die Epitaph- Kopie habe seiner Einrichtung früher einmal gehört. Doch im Zuge von Restitutionsansprüchen ging es an die ehemaligen Eigentümer zurück, die es jetzt verkauft haben. Eigentlich sei von 8000 Euro die Rede gewesen. "Ich habe verhandelt", erklärt Salesch bescheiden, warum die Stadtansicht mit Heinrich nun doch für weniger zu haben war. (sasch)

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