Wenn Chefs keinen Nachfolger finden

IHK veranstaltet Nachfolgetag auch für Übernahmeinteressenten

Oelsnitz/Klingenthal.

Geht der Senior in den Ruhestand, sollte er rechtzeitig vorgesorgt haben. Einen "Notfallkoffer" nennt die Industrie- und Handelskammer die Maßnahme, die verhindern soll, dass eine Firma untergeht, weil der Chef keinen Nachfolger hat. Zu Problemen der Firmennachfolge lädt die IHK-Regionalkammer Plauen am Donnerstag zum 4. Vogtländischen Nachfolgetag ein. Er findet 14.30 bis 20 Uhr in der Vowalon Beschichtungs GmbH in Treuen statt.

Im Vogtland gibt es einige gute Beispiele von Betrieben, in denen die Nachfolge schon durch die Familienstruktur geregelt ist. Die Zimmerei Neidhardt Jößnitz, das Hotel Alexandra, die Fleischerei Schmidt in Plauen sowie die Tischlerei Hiller in Kürbitz haben rechtzeitig vorgesorgt und den eigenen Nachwuchs als Nachfolger gewonnen. Das ist die Ideallösung. In anderen Fällen rät die IHK dazu, dass der Chef innerhalb seiner Belegschaft rechtzeitig nach einem geeigneten Nachfolger Ausschau hält. Der sollte eine Bankvollmacht besitzen, damit Rechnungen bezahlt und Löhne überwiesen werden können - beispielsweise bei Unfall oder Krankheit des Chefs.

In Sachsen stehen 3300 Unternehmen mit 70.000 Arbeitnehmern vor einer Übergabe. Zum Glück gebe es eine größere Anzahl qualifizierter Übernahmeinteressenten. Für sie gibt es nun zum vierten Mal seit 2013 den Vogtländischen Nachfolgetag. Mitgliedsunternehmen der IHK und Übernahmeinteressenten können sich dort beraten lassen. Fragen nach steuerlichen und rechtlichen Komponenten bei einer Firmenübergabe sind nur ein Teil des geplanten Beratungsprogramms, kündigte die IHK an. (sher)

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