Werda feiert Knopffest an St. Katharinen

Turmknopf kehrt auf die Kirche zurück

Werda.

Manche Leute sagen Turmknauf, in Werda sagt man Turmknopf - gemeint ist in beiden Fällen die meist aus Kupferblech gefertigte Kirchturm-Spitze. Im April war der Turmknauf im Zuge der Sanierungsarbeiten an der Werdaer St. Katharinenkirche abgenommen worden, am Dienstag kehrt er aufs Dach des Kirchturmes zurück. Aus diesem Anlass wird in Werda ein Knopffest gefeiert. "Obwohl die Werdaer Knopf zur Spitze sagen - das Knopffest kannte man hier nicht", sagt Pfarrerin Ute Eismann. Sie stammt aus Thüringen, wo bei der Installation des Turmknopfes besagtes Fest gefeiert wird. "Diesen Brauch hab' ich einfach importiert", sagt Ute Eismann. Die Werdaer Kirche ist seit dem vergangenen Jahr eine Baustelle. Der Turm wird saniert, vor allem die Holzkonstruktion ist durch Schwamm und Braunfäule marode. Im Zuge der Bauarbeiten wird der Glockenstuhl - bislang ein Metallgerüst - durch ein Konstruktion aus Eichenholz ersetzt. Zudem wird das Geläut erneuert. Im November 2018 wurde es ausgebaut. Die Glocke aus dem Jahr 1520, die zu den ältesten im Vogtland gehört, wurde repariert. Für zwei Eisenhartgussglocken wurden Mitte Juni in Innsbruck/Tirol zwei neue Bronzeglocken als Ersatz gegossen. "Derzeit warten wir auf den Bescheid, ob der Guss gelungen ist", sagte Pfarrerin Eismann. Die Werdaer sind Optimisten - und haben die Glockenweihe schon mal auf den 15. September angesetzt. Doch davor wird erst noch das Knopffest gefeiert. Dann soll die Hülse im Turmknauf oder -knopf auch wieder mit Zeitdokumenten bestückt werden - so wie sie bei der Abnahme zum Vorschein kamen. (how)

Knopffest an der St. Katharinenkirche Werda am Dienstag, 16. Juli, 9.30 Uhr.

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