Werkstatt stolz auf fehlerfreie Arbeit

In der Zweigstelle Klingenthal der Göltzschtalwerk- stätten Vogtland arbeiten 60 Menschen mit Behinderung. Die Einrichtung ist ein zuverlässiger Partner der Wirtschaft.

Klingenthal.

Rainer Pilz leitet die Zweigstelle Klingenthal der Göltzschtalwerkstätten Vogtland, die zur Diakonie Auerbach gehört. Die Werkstatt in der Nähe der Vogtland-Arena gibt es seit 1993, an diesem Standort seit 2000. "Bei uns arbeiten 60 Menschen mit Behinderung. Sie werden von sieben Mitarbeitern der Diakonie betreut und fachlich angeleitet", erklärt Pilz. Am gestrigen Donnerstag war es beim Tag der offenen Tür zu erleben, wie in der Zweigwerkstatt gearbeitet wird. Seite an Seite sitzen die Männer und Frauen, erledigen Handgriffe, die auch durch einen Automaten ersetzt werden könnten, was die Kosten für den Auftraggeber allerdings in die Höhe treiben würde. Das Produktionsspektrum ist breit gefächert. Mit besonderem Stolz nennt Rainer Pilz die eingetragene Eigenmarke Mirum, was aus dem Lateinischen kommt und so viel wie wunderbar, erstaunlich bedeutet. Seit dem letzten Jahr werden unter dieser Marke von der Diakonie unter anderem dekorative Tischleuchter, Kerzen, Honig aus eigener Imkerei, Fensterbilder und Lichterbögen zum Verkauf angeboten.

Die Zweigwerkstatt als zuverlässiger Zulieferer: Reinigungssets, die ein bekannter Discounter im Sortiment hat - in Klingenthal werden sie zusammengestellt und eingetütet, nehmen von hier aus den Weg in Filialen in ganz Deutschland und Europa. Ebenso Teile für erzgebirgische Holzkunst des Traditionsbetriebs Kuhnert aus Rothenkirchen, Zuarbeiten für Rohema in Markneukirchen, Kanülen für die Klingenthaler Firma Injecta, Flachbandkabel für S & S Electronic, Max Hopf und Zwotec - in der Zweigwerkstatt werden sie produziert, montiert oder endgefertigt. Rainer Pilz: "Zu unseren Auftraggebern gehören vor allem Firmen aus der Region und das schon seit Jahren". Ein Auftrag, der besondere Exaktheit und Konzentration von den Mitarbeitern verlangt, ist zurzeit die Zuarbeit für eine Soundbar Sonata 1 aus dem Hause Techni-Sat in Schöneck. Hierfür kam ein Techniker zur Einarbeitung nach Klingenthal, erklärte, wie die Teile zusammengesetzt werden. Grund für Beanstandungen gab es in diesem Falle - wie auch bei der Erledigung von anderen Aufträgen - laut Pilz noch nie.

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