Wie das Getreide früher geerntet wurde

Trotz wenig geeigneten Erntewetters am Sonntag. Landtechnik früher und heute lockte viele Gäste ins Museum Eubabrunn.

Eubabrunn.

Wenn am Sonntag "Steter Tropfen höhlt den Stein" aus dem Lautsprecher tönte, dann hat das gemeinhin seine Berechtigung. Nicht aber, dass er - so wie am Sonntag - zahlreiche Besucher davon abhält, ins Freilichtmuseum Eubabrunn zu kommen, selbst wenn er zeitweise wie ein Sturzbach vom Himmel fällt. Schließlich stand mit dem Landtechniktag wegen der Einschränkungen durch die Coronapandemie erstmals erst Ende August die erste Themenveranstaltung in diesem Jahr auf dem Programm. Gezeigt wurde unter anderem die Ernte von Getreide, wie sie in der Vergangenheit zum Alltag gehörte. Zum Einsatz kamen dabei ein Mähbinder und eine Dreschmaschine aus den 1930-er und ein DDR-Mähdrescher aus den 1970-er Jahren. Ein Beweis dafür, dass nostalgische Technik von Hightech-Maschinen unbedingt nicht ersetzt werden muss, wenn sie nur entsprechend gepflegt wird. Auf der Tenne führten Frank Riedel, Albrecht Götz und Andreas Götz den Besuchern vor, wie anno dazumal mit Muskelkraft Getreide gedroschen wurde. Mit Flegeln schlugen sie im Takt auf die am Boden liegenden Garben ein und kamen dabei gehörig ins Schwitzen. Ergebnis: ein Haufen Körner, Bärenhunger und Durst auf ein kühles Blondes. Lernen durch Zuschauen einerseits - beim Aufstellen von Getreidepuppen mit Danilo Körner, Michael Kolbe, Cornelia Lederer und Angela Beier. Erfahren durch Mitmachen andererseits - bei den Feld- und Wiesenspielen bot sich den Kindern dafür eine gute Gelegenheit, unter anderem beim Melken der perfekt nachgebauten Kuh und einem Sprint mit Schubkarre.

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