Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ...

Betörend ist der Sonnenuntergang auf der Bachwiese in Stelzen, die jetzt wieder zum Leben erwacht ist. Zwar müssen die Stelzenfestspiele bei Reuth dieses Jahr wie so viele Feste und Festivals pausieren. Das gilt aber nicht für die beliebte Bachwiese: Noch bis zum Sonntag erklingt auf der Wiese hinter der Stelzener Kirche das Gesamtwerk von Johann Sebastian Bach - 170 Stunden lang ohne Unterbrechung, die Brandenburgischen Konzerte genauso wie die Kantaten "Schwingt freudig euch empor" oder auch "Ach wie flüchtig, ach wie nichtig". Tag und Nacht kann man den Klängen lauschen, die aus den in den Bäumen hängenden Lautsprechern tönen und nachts etwas leiser sind. Grandios ist es, bei schönem Wetter wie am Sonntagabend den Sonnenuntergang auf der Anhöhe mit betörendem Blick ins Land zu erleben. "Die Musik und im Hintergrund die Kirche, das ist so eine schöne Verbindung", sagt André Fritzsch aus Buchwald. Mit Freundin Grit Drechsel aus Schneeberg genießt er die Bachwiese fast jeden Tag. Stammgäste reisen mit Decken oder Klappstühlen, mit Thermoskanne und Picknickkorb an. Das letzte zu hörende Werk wird am Sonntag, ab 19.58 Uhr die Messe in h-moll sein. (sim)

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