Aluminium macht das Dach viel leichter

Die Turnhalle der Sportgemeinschaft Jößnitz dient auch der benachbarten Grundschule für den Sportunterricht. Nicht nur der starken Nutzung wegen hatte das Gebäude ein Päckchen zu tragen.

Jößnitz.

Die Turnhalle der Sportgemeinschaft Jößnitz ist in die Jahre gekommen. Vielmehr war sie es. Noch bis Juni drückte die Ziegeldacheindeckung des auch von der Grundschule mit genutzten Baus mit einem Gewicht von 40 Kilogramm pro Quadratmeter auf die Dachkonstruktion - bei einer Fläche von insgesamt 560 Quadratmetern. "Jetzt sind es noch zehn Kilo pro Quadratmeter", berichtet Bauingenieur Matthias Oertel aus Plauen bei einem Pressetermin im Ortsteil.

Matthias Oertel war von der städtischen Gebäude- und Anlagenverwaltung mit der Planung der Arbeiten beauftragt worden. Diese sind jetzt abgeschlossen worden. Mit dem leichteren Dach müsste die Konstruktion jetzt 40 bis 50 Jahre halten, schätzte der Planer ein.

Die Einrichtung an der Gerhart-Hauptmann-Straße wurde 1957 geplant und Anfang der 1960er-Jahre eingeweiht. Sie steht also schon 60 Jahre. So lange sei das alte Dach schon drauf gewesen. Es war verschlissen und Reparaturen waren nicht mehr möglich, teilte das Rathaus dazu mit. Also sah sich die Stadt zum Handeln gezwungen, wie Ludwig Düntsch von der Gebäude- und Anlagenverwaltung berichtete. Er ist der zuständige Projektleiter von Seiten der Stadtverwaltung gewesen.

Die Erklärung für die neue Leichtigkeit auf der Turnhalle liefert das Material: "Wir haben jetzt Aluminiumschindeln verwendet", sagte der Bauingenieur. Die Arbeiten dauerten vier Wochen. Dabei legten aber nicht nur die Firma Seifert auf Jößnitz am Dach, das Unternehmen Reinhold aus Mechelgrün am Blitzschutz, und der Betrieb FB-Gerüst- und Fassadenbau aus Plauen beim Gerüstbau Hand an. Auch die Sportlerinnen und Sportler der mit rund 1000 Mitglieder größten Sportgemeinschaft im Vogtlandkreis halfen mit: "Sie haben die Gelegenheit genutzt, dass ein Gerüst dastand und in Eigenleistung die Fassade gestrichen", informierte Ludwig Düntsch.

Die Kosten für das neue Dach belaufen sich auf 67.000 Euro. Davon stammen rund 23.000 Euro aus dem städtischen Haushalt, 29.000 Euro aus einem Fördermitteltopf für die Sportförderung, die von der Sächsischen Aufbaubank überwiesen wurden, und rund 6300 Euro vom Verein. Der Rest der Summe komme aus dem Rückfluss der Vorsteuer, teilte die Pressestelle der Stadtverwaltung zur Finanzierung mit.

Die Halle dient dem Sportverein und der benachbarten Grundschule, in der 136 Mädchen und Jungen lernen.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.