Aus Qu wird ein K

Es ist das Wort der Stunde:

Quarantäne. Doch haben Sie's auch bemerkt? Keiner weiß so richtig, wie man's ausspricht. Etwa so: Ka-ran-tä-ne? Oder doch besser so: Kwa-ran-tä-ne?

Eine Sprachexpertin hat jetzt für Klarheit gesorgt. Richtig ist demnach: Ka-ran-tä-ne. Das Wort hat seinen Ursprung im Französischen - das "Qu" wird als "K" gesprochen. Es wird damit genauso behandelt wie der Queue, also der Spielstock beim Billard, oder die Quiche, eine Spezialität der französischen Küche.

Unsere Kreisbehörde muss sich mit derlei Aussprache-Problemen zum Glück nicht rumärgern. Dort spricht mach nicht von Quarantäne, sondern von "häuslicher Absonderung". Klingt irgendwie seltsam. Gemeint ist, dass ansteckungsverdächtige Personen oder Personen, die das Virus bereits in sich tragen, ihre eigenen vier Wände für einen bestimmten Zeitraum nicht verlassen dürfen.

Doch egal ob behördlich verordnete Quarantäne, häusliche Absonderung oder schlichtweg Isolation - für uns alle gilt in diesen Tagen: Bleiben Sie möglichst zu Hause. Sie schützen damit die Gefährdeten.


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1Kommentare
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  • 3
    0
    BuboBubo
    26.03.2020

    Das Etymologische Lexikon verfolgt die Herkunft des Wortes noch etwas weiter in die Vergangenheit und verweist auf den seit dem 14. Jhd. üblichen 40-tägigen Zwangsaufenthalt von Handelsschiffen an speziellen Liegeplätzen in den Mittelmeerhäfen zur Abwehr der Pest. Die 40 Tage wurden damals nicht vom Robert-Koch-Institut empfohlen, sondern sind biblischen Ursprungs. Dort kommt die Frist von 40 Tagen häufig vor - als Dauer der Sintflut, der Fastenzeit oder der Wanderung von Jesus durch die Wüste.

    Dieser Kommentar ist eine häusliche Absonderung von mir ;-)