Bau kann weitergehen: Schlossmauer gerettet

Die Idee, mittelalterliche und neue Mauern beim Campusbau auf dem Schlossberg ineinander übergehen zu lassen, stand vor dem Scheitern. Doch es kam anders.

Plauen.

An den mittelalterlichen Wänden auf dem Plauener Schlossberg ruhen seit dem Spätsommer die Arbeiten. Es hatte sich herausgestellt, dass die Schäden größer waren als im Gutachten aufgeführt. Damit war offen, ob die Idee, mittelalterliche und neue Mauern beim Bau des neuen Multifunktionsgebäudes der Berufsakademie auf dem Schlossberg ineinander übergehen zu lassen, überhaupt umsetzbar ist. Erheblich höhere Kosten und statische Probleme standen im Raum.

Seit dieser Woche hat Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) nun Gewissheit, dass das Projekt wie geplant beendet wird. Die positive Nachricht steht in einem Schreiben des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) Dresden. Wie Oberdorfer gestern mitteilte, habe das sächsische Finanzministerium "nach einem umfassenden Abwägungsprozess" grünes Licht gegeben.

Laut Oberdorfer hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) persönlich um die Angelegenheit gekümmert. "Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken, denn für die Stadtsilhouette von Plauen ist dieses Gesamterscheinungsbild von besonderer Bedeutung. Die Plauener wird es sehr freuen", so der OB. Er hatte sich Mitte September an die Verantwortlichen in Dresden gewandt, um nach den Problemen zu verhindern, dass die Reste der alten Schlossmauer verschwinden. Er legte sein Veto ein. "Dieses Projekt, welches durch das Land gefördert und von der Plauener Bürgerschaft durchweg positiv begleitet wird, schließt mit der Schlossmauer sowie der historischen Bebauung und der Bastion als Aussichtspunkt ab. Gerade diese Dominanten in der neuen Plauener Stadtkrone sind wichtig für eine abgerundete, stimmige Silhouette", bekräftigte Oberdorfer.

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