Bauhaus-Studenten nutzen Sommerakademie

Der diesjährige internationale Kunstkurs im Weisbachschen Haus wurde am Samstag offiziell eröffnet. Leiter Vitali Konstantinov reagierte auf witzige Art und Weise auf ein Grußwort aus der Plauener Stadtverwaltung.

Plauen.

Im nächsten Jahr kann der Verein Initiative Kunstschule auf ein Vierteljahrhundert Sommerakademie verweisen. Denn 1994 hat die erste Veranstaltung dieser Art am Mühlgraben stattgefunden. Das Künstlerehepaar Karin und Klaus Helbig rief den Kunstkurs ins Leben und hat ihn lange organisiert. Seit 2012 haben Andrea Meckert und Stefanie Bauer das Heft des Handelns in der Hand. Einen großen Teil der Vorbereitung erledigt Stefanie Bauer, die Grafikerin vom Theater Plauen-Zwickau. Vereinschefin Andrea Meckert hat ihr daher am Samstag bei der Eröffnung der 24. Ausgabe für ihre Arbeit gedankt.

Dass die Sommerakademie auch nach der Umgestaltung des Weisbachschen Hauses zu einem Spitzenzentrum in diesem Gebäude weitergeht, das hat Martin Salesch, Direktor des Vogtlandmuseums, in seinem Grußwort versichert. Der Museumschef sprach in Vertretung des im Urlaub befindlichen Oberbürgermeisters. Der international tätige und bekannte Illustrator Vitali Konstantinov, der in Odessa geboren ist, reagierte auf diesen Hinweis bei seiner kurzen Ansprache mit der Bemerkung: "Wladimir Putin hat auch Urlaub", und deshalb sei er nun da.

Dass der 55-Jährige viel Humor hat, das haben die zwölf Teilnehmer in den ersten zwei Tagen schon gemerkt. "Er bringt ihnen außerdem viel Respekt entgegen, hat Freude am offenen Miteinander und kommt den jungen Leuten entgegen", hat Intendantin Andrea Meckert von den zwölf Teilnehmern schon erfahren.

Für Anastasia Orobko ist das Thema "Vom Text zum Bild und zurück" genau das richtige. Denn: "Ich will Illustratorin werden", hat die 20-Jährige ein klares Ziel vor Augen. Die Studentin der Bauhaus-Universität Weimar ist immer auf der Suche nach Workshops. "Ich habe das Thema im Internet gefunden", erklärte sie, wie sie auf das Angebot des Plauener Vereins aufmerksam wurde. "Die Arbeiten von Vitali gefallen mir", ergänzte die junge Frau, die in Kiew, also ebenfalls in der Ukraine geboren ist. Seit vier Jahren lebt Anastasia Orobko in Deutschland.

Masihne Rasuli aus dem vogtländischen Auerbach und Nelly Geburtig aus Glauchau besuchen dieselbe Universität. "Wir haben uns unabhängig voneinander angemeldet", berichtete die 19-Jährige aus Glauchau, dass die eine nichts von der Anmeldung der anderen wusste. Insgesamt sind vier Bauhaus-Studentinnen dabei. "Ich war voriges Jahr als Besucherin hier", blickte Masihne Rasuli zurück. "Da ging es auch um Illustration. Das hat mir gefallen und deshalb habe ich mich entschlossen, dieses Jahr teilzunehmen", erklärte sie. "Meine Mutter arbeitet hier in der Nähe und sie hat mir gesagt, das wäre doch was für dich."

In der Ausstellung von Arbeiten Vitali Konstantinovs sind Illustrationen von Kinderbüchern ebenso zu sehen wie Bilder, die ausschließlich Erwachsenen vorbehalten sind. Mehrere von dem Künstler illustrierte Publikationen liegen aus, unter anderem eines des bekannten Autors Wladimir Kaminer. Morgen, 18 Uhr findet eine Lesung mit dem Kursleiter im Akademiesaal des Weisbachschen Hauses statt, am Samstag, 17 Uhr, gibt es die Präsentation der Arbeitsergebnisse.

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