Blasmusik vor Schloss-Kulisse

Es passte einfach alles gestern in Leubnitz: das Wetter, Blasmusik der guten Laune und der Schlosspark. Nicht nur die Böhmischen (B)engel waren begeistert.

Leubnitz.

Ein laues Lüftchen wehte ab und zu durch den Schlosspark, welcher gestern beim Blasmusikfest in Leubnitz voll belagert war. Mehrere hundert Blasmusikfans saßen gemütlich unter Sonnenschirmen oder den knorrigen Bäumen mit den ausladenden Kronen und lauschten der Blasmusik. Die Aussicht auf das schmucke Leubnitzer Schloss gab's gratis dazu. "So viele Leute waren beim letzten Mal nicht da", meinte Gunter Schmidt. Er hatte den Überblick über das Festgeschehen, denn er war einer der Helfer, die Getränke ausschenkten.

"Der Kaffee kann gar nicht schnell genug durchlaufen", so Silke Neidel. Die Leubnitzer Frohnatur, aktiv im Dorfclub und Feuerwehrverein, hielt die Fäden beim Fest zusammen. Die Leubnitzer Aktiven, etwa 60 an der Zahl, hatten alle Hände voll zu tun. "42 Kuchen haben wir gebacken", so Neidel. "Und jetzt backen wir noch Waffeln. Damit alle Besucher was abkriegen."

Einer, der von Anfang an beim Blasmusikfest dabei war, ist der frühere Ortsvorsteher Eberhard Prager. "Seit 1985 gibt es unser Blasmusikfest." Es soll das größte im Vogtland sein. "Wir haben ja schon alles durch: 30 Grad Hitze, Gewitter, Regen. Heute aber ist alles wunderbar."

Von Kaiserwetter sprach Rainer Jehn von den Straßberger Blasmusikanten. Die Truppe brachte gehörigen Schwung in den Nachmittag mit "Es gibt kein Bier auf Hawai" oder "Lilli Marlen". Lob bekamen die sechs jungen "Böhmischen (B)engel". Wie der Name zu verstehen ist? "Man kann sich selber aussuchen, ob wir Engel oder Bengel genannt werden", meinte Lucas Schönweiß. Und: "Ich bin das Küken. Der Älteste bei uns ist Florian Stark mit 27." Die junge Truppe gibt es erst seit vorigem Jahr. Aber aufgewachsen sind sie als Markneukirchener natürlich alle mit Instrumenten. "Wir spielen böhmische Blasmusik." Um die Tradition aufrecht zu halten. "In Leubnitz sind wir zum ersten Mal. Die Stimmung ist gut. Und es ist ein schönes Ambiente." Ebenfalls aus der Stadt des Musikinstrumentenbaus kam das Migma Handwerker Blasorchester. Zum Zuge kamen weiterhin die Eimberg-Musikanten. "Wir kommen gerne her. Es fetzt immer", meinte Gerald Beier, der Chef. Benannt haben sich die Musiker aus Werda nach dem Eimberg, der höchsten Erhebung in ihrer Nähe.

"Alles cremig, alles passt", meinte Frank Pallat von den Rosenbachtaler Blasmusikanten. Die Gastgeber-Kapelle läutete den Nachmittag ein und gab auch den Schlussakkord.

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