Bunte Vater-und-Sohn-Paare peppen Plauens Zentrum auf

Mit Farbeimer, Globus oder Hamburger ausgestattet grüßen die lebensgroßen Maskottchen nun Passanten: 15 Exemplare vom Vater und seinem Sohn aus den beliebten Comics von e.o.plauen. Ein Pärchen ist allerdings noch nicht fertig.

Plauen.

Da mussten sie glatt zweimal hingucken - und sich daran gewöhnen, dass die kleinen Comic-Helden aus der Feder des Plauener Zeichners Erich Ohser alias e.o.plauen auf einmal von den Buchseiten in Lebensgröße auf den Altmarkt gehüpft sind: Ein Plauener Ehepaar bestaunte dort gestern 15 Vater-und-Sohn-Pärchen. "Der Sinn der Figuren ist sehr gut gewählt", fand der Plauener: "Das zieht die Leute ins Zentrum." Bloß die zwei steingrauen Skulpturen in der bunten Parade gefielen den beiden nicht. Doch das soll sich sehr bald ändern.

Auf dem Altmarkt stellten Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) und der städtische Wirtschaftsförderer Eckhard Sorger am Dienstag die schnauzbärtigen Väter und kecken Söhne vor. Mit der Agentur Events Perfekt aus Cottbus hat das Rathaus sie entwickelt. Künftig bevölkern sie die Bahnhofstraße und weisen den Weg zum Erich-Ohser-Haus. Plauens steile Meile ist als Problemzone bekannt. "Die Bahnhofstraße hat nachgelassen", sagte auf dem Altmarkt die Plauenerin Beate Linke. "Die Figuren sind eine schöne Idee, um das zu ändern." Auch Lutz Kowalzick, Vorsitzender des Stiftungsrates der Erich Ohser-e.o.plauen Stiftung, freute sich: "Nachdem die Vater-und-Sohn-Plastik mit der e.o.plauen-Galerie an die Nobelstraße versetzt wurde, sind nun Vater und Sohn wieder auf der Bahnhofstraße präsent."


Für eine tolle Sache halten die Skulpturen aus Pappelholz, die der Schwarzenberger Holzbildhauer Hartmut Rademann angefertigt hat, auch 14 Plauener Unternehmen und ein Verein. Sie sponsern die Pärchen. "Ein vierstelliger Betrag für jedes Paar", sagt Eckhard Sorger. Dafür durften die Geldgeber den Figuren ihren Stempel aufdrücken. Nicht nur per Plakette. So ist der Vater, dessen Pate die Feinkost-Firma Wolfgang Schmidt ist, auch am Korb voll appetitlicher Happen zu erkennen - und der Sohn leckt sich die Lippen nach dem Hamburger in seinen Händen. Die Maler Plauen haben dem Sohn einen Zeitungshut aufgesetzt und dem Vater einen Farbeimer gegeben. Neben solch langjährigen Betrieben ist auch ein Neuling dabei, der erst seit März einen Standort in Plauen hat: "Mit dieser Aktion werden wir ein Teil von Plauen", erklärte Kai Lewenhagen von der Kundenmanagement-Firma "Rhenus:people!". Ein Callcenter der Unternehmensgruppe entsteht im Wema-Industriepark. Der Rhenus-Sohn hält einen Globus mit Kopfhörern und ist als einziger Junge blond. Künstler Nico Roth aus Adorf sagt: "Rhenus hat Gelb in den Firmenfarben, da hat das Blond gepasst."

Für Farbe gesorgt haben neben Roth auch André Bretschneider aus Plauen und Anett Tropschug aus Burgstädt - teils mit Sprühlack aus der Dose, teils mit Pinseln. Am 11. Mai wird Roth zum Plauener Frühling das letzte Pärchen bunt färben: ab 10 Uhr vor der Filiale der VR Bank Hof Bayreuth an der Bahnhofstraße/Ecke Krausenstraße. Denn die Bank und der Basketball Club Vogtland sind Paten dieses Paares.

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