Das Zukunftslabor will auch Mutmacher sein

Das neu gegründete Vogtland Innovations Hub in Plauen hat seine Arbeit aufgenommen. Neben Ideen für die Zukunft wird dort an der Auferstehung des legendären Café Trömel gearbeitet.

Plauen.

Nicht länger auf Entscheidungen warten, die für das Vogtland anderswo, später oder vielleicht nie getroffen werden - sondern einfach: machen. Das war für drei Unternehmer der Region und BA-Direktor Lutz Neumann im Sommer der Gründungsimpuls für die VIN Vogtland Innovations Hub GmbH, die eine Art Zukunftslabor der hiesigen Wirtschaft werden will: Innovation und Ideen, Kreativität und Kommunikation sollen unter dem Dach der alten Berufsakademie an der Melanchthonstraße gezielt gefördert werden.

Inzwischen hat das Hub seine Arbeit aufgenommen. Die Gesellschafter haben zwei junge Leute angestellt. Der 31-jährige Geschäftsführer Daniel Förster ist in Plauen geboren, hat in München Gamedesign studiert und dort gearbeitet. Mit seiner Frau ist er aufgrund der Nähe zu Eltern und Großeltern in die Heimat zurückgekehrt, als es um Familiennachwuchs ging. Die 25-jährige Maria Gorsky wurde als Community-Managerin angestellt. Die Brandenburgerin ist Absolventin der BA Plauen und hat sich mit ihrem Freund entschlossen, in der Region zu bleiben.

In den zurückliegenden Wochen haben Daniel Förster und Maria Gorsky vor allem Kontakte geknüpft. Die Resonanz sei "super", sagt Förster. Viele Unternehmer wissen um den Bedarf am kreativen Austausch. Im Hub können bis zu 18Arbeitsplätze für Coworking und Projektarbeit eingerichtet werden. Erste Zusagen, das "Zukunftslabor" mit Themen und Menschen zu füllen, gibt es. Für die Initiative "Heimat braucht Bauern" soll eine Plattform für regionale Produkte aufgebaut werden. Als Computerdesigner wird Förster für die 900-Jahr-Feier Plauens eine Applikation erstellen, mit der man das einst legendäre Café Trömel in 3D virtuell von innen erleben kann.

Im Baumarkt arbeitende Grafiker oder im Callcenter arbeitende Programmierer - Förster zufolge gibt es "tolle Menschen mit Visionen, die komplett Anderes machen", weil sie als "Einzelkämpfer oft nicht weit kommen". Das VIN Hub will deshalb auch Mutmacher sein. Förster: "Am meisten fehlt es an Mut, nicht an Ideen." Die erste öffentliche Veranstaltung falle bewusst in die bundesweiten Gründerwochen.

Unterdessen ist vorige Woche in Hof ein Digitales Gründerzentrum mit 30 Coworking-Plätzen, 7 Start-up-Büros und einem Event-Space für 150 Leute eröffnet worden. Der 5,25 Millionen Euro teure Neubau auf dem Campus der Hochschule wurde vom Freistaat Bayern gefördert.

Das 1. Start-up-Event des VIN Hub findet am Freitag, 13 bis 18 Uhr, in der BA Plauen an der Melanchthonstraße statt. Gründer berichten über ihre Erfahrungen. In Pausen besteht Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Der Eintritt ist frei.

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