Demo von Neonazis und Querdenkern in Plauen: Verstöße gegen Maskenpflicht

Einige Teilnehmer der Kundgebung am Sonntag in Plauen hielten sich nicht an die Regeln. Das hatte Konsequenzen.

Plauen. Mehr als 60 Personen haben sich am Sonntag an einer Kundgebung der rechtsextremistischen Partei Dritter Weg in der Plauener Innenstadt beteiligt. Sie richtete sich gegen Einschränkungen aufgrund der Coronapandemie. Unter den Teilnehmern befanden sich neben Neonazis vom Dritten Weg auch Vertreter der Plauener Querdenker-Bewegung.

Nach Angaben von Polizei und Versammlungsbehörde wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, weil Kundgebungsteilnehmer die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes missachtet hatten. So gab es vor Ort längere Diskussionen mit einem Plauener Reisebusunternehmer, der keine Mund-Nasen-Bedeckung an seinem Kopf befestigt hatte, sondern eine selbstgebaute Vorrichtung vor dem Gesicht in den Händen hielt. Die Polizei räumte ihm die Möglichkeit ein, eine Maske zu organisieren. Davon machte er jedoch keinen Gebrauch und verließ stattdessen das Gelände am Wendedenkmal.

Die Demonstration war laut Landratsamt von einer Privatperson angemeldet worden. Neben der Maskenpflicht mussten die Versammlungsteilnehmer einen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten. Die Polizei war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren.

Die rechtsextremistische Kleinstpartei Dritter Weg wird vom Verfassungsschutz beobachtet. (nd)

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