Ehrung für Thomas Küttler im Gespräch

Verein Vogtland '89 schlägt Aufwertung des Platzes am Wendedenkmal vor

Plauen.

Der Verein Vogtland '89 hat in einem Schreiben an Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) den Vorschlag von Verleger Jean-Curt Röder aufgegriffen, den kürzlich verstorbenen Ehrenbürger Thomas Küttler dauerhaft mit einer Straßenbenennung zu ehren. Der ehemalige Plauener Superintendent hatte am 7. Oktober 1989 mit seinem besonnenen Handeln maßgeblich mit dafür gesorgt, dass die erste Demonstration der Massen gegenüber aufmarschierten Kräften der DDR-Staatsmacht friedlich blieb, und die Menge zum Wiederkommen ermutigt.

Wie Vereinschef Manfred Sörgel mitteilt, schlägt der Verein in dem Brief an Oberdorfer vor, das Areal zwischen Wendedenkmal und Melanchthonstraße - bis zum Klaußnerbau der Berufsakademie - künftig als Thomas-Küttler-Platz auszuweisen. Der Bereich könnte nach Vorstellung des Vereins in Verbindung mit dem diskutierten Neubau aufgeweitet und aufgewertet werden, der die Tourist-Information und ein Informations- und Dokumentationszentrum zu den Wende-Ereignissen in Plauen aufnehmen soll. Eine Entscheidung, ob es zu dem Neubau kommt, haben die Stadträte noch nicht getroffen. Sie forderten mehr Informationen und Variantenvergleiche ein.

Manfred Sörgel im Namen des Vereins an den OB: "Obwohl wir nachvollziehen können, dass die Stadträte sowohl die Finanzierung als auch Betreiber- und Verkehrskonzept mit zur Entscheidung benötigen, ist dadurch leider wieder ein Zeitverzug eingetreten." Der Verein sehe nach wie vor den Neubau am Eingang zur Melanchthonstraße durch die Nähe zum Wendedenkmal sowie die Verbindung mit der Tourist-Information "als geeignetste Variante von den derzeit diskutierten Möglichkeiten" an. Damit könne das Projekt "hinsichtlich Betreuung, Raumgröße und Folgekosten an authentischer Stelle am effektivsten errichtet" werden, zeigen sich Sörgel und Mitstreiter überzeugt. Tourist-Information und Infozentrum könnten dann "als besondere Werbung mit dem Zusatz am Thomas-Küttler-Platz versehen werden". Auch ein Haltepunkt für anreisende Besuchergruppen sei denkbar. Die Stadtverwaltung will die Zufahrt der Busse über den Unteren Graben ermöglichen. Die Abfahrt soll über die Melanchthonstraße erfolgen.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...