Ein Denkmal für Hof und Plauen

Das Jubiläum 30 Jahre Friedliche Revolution rückt näher. Planungen, um an die Ereignisse zu erinnern, nehmen Form an. Unter anderem wird ein prominenter Gast erwartet.

Plauen.

Schüler aus Bayern und Sachsen werden bis zum Herbst 2020 ein gemeinsames Denkmal schaffen, das künftig sowohl in Hof als auch in Plauen an die Ereignisse von Herbst 1989 bis zur Wiederherstellung der deutschen Einheit im Oktober 1990 erinnert. Das ist Ziel eines Schülerkunstprojekts, das die Partnerstädte initiiert haben.

Laut Plauens Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU) sollen die Denkmale "wie Ying und Yang" jeweils in Nähe beider Rathäuser erinnern, dass beide Städte während der Wende-Ereignisse eine herausragende Rolle gespielt haben: In Plauen fand am 7.Oktober 1989 die erste Demonstration in der damaligen DDR mit rund 15.000 Teilnehmern statt, in der die Staatsmacht vor dem Druck der Massen zurückwich. In Hof waren am 5. Oktober 1989 nach der Fahrt über Plauen die ersten Züge mit DDR-Bürgern angekommen, die mit einer Besetzung der Prager Botschaft ihre Ausreise erzwungen hatten. Die Grenzöffnung im November 1989 führte Plauener und Hofer zusammen. Plauens Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU): "Das hat Deutschland und ganz Europa verändert. Das wollen wir weitergeben an die Generationen, die ganz anders groß geworden sind." Mit dem Projekt beauftragt sind die Fachschule für Produktdesign Selb und das Berufliche Schulzentrum e.o. plauen. Finanziert wird das Vorhaben mit rund 26.000 Euro aus dem Programm "Revolution und Demokratie". Von 103 eingereichten Anträgen wurden 70 Projekte ausgewählt. Neun davon finden im Vogtland statt. Oliver Schenk, Chef der Sächsischen Staatskanzlei, übergab am Montag den Fördermittelbescheid für das Kunstprojekt. Wie dabei bekannt wurde, wird am 7. Oktober Bundespräsident a.D. Joachim Gauck in der Spitzenstadt erwartet. Er soll während einer Veranstaltung zwischen Wendedenkmal und Lutherkirche ein Grußwort sprechen.

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