Einbrecher in Agrarverwaltung gehen leer aus

Plauener Behörde 2019 bereits zweimal Ziel von Tätern - Landwirte erhalten Fördergeld aufs Konto überwiesen

Plauen.

Bargeld ist in der Plauener Landwirtschaftsverwaltung nicht zu holen. Das mussten in diesem Jahr schon zweimal Einbrecher feststellen, die im Plauener Behördenzentrum die Türen der Informations- und Servicestelle des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie aufgehebelt haben und dabei einen immensen Sachschaden anrichteten. Bargeld fanden sie keines. Zurück blieben hohe finanzielle Schäden durch das Aufbrechen von Türen und das Durchwühlen von Schränken. Von dem Einbruch im April, von dem auch andere Räume des Plauener Behördenzentrums betroffen waren, meldete die Polizei Sachschaden in fünfstelliger Höhe. Ein weiterer Einbruch in den Räumen der Landwirtschaftsverwaltung liegt erst wenige Wochen zurück, so Behördenleiter Thomas Luther.

Zwar haben die vogtländischen Landwirte dieses Jahr schon die ersten EU-Fördergelder bekommen. Zahltermin für die Ausgleichszahlungen war der 9. Dezember. Die Plauener Außenstelle sei aber nur für die Entgegennahme der Förderanträge im Mai zuständig, Verwaltungs- und Vor-Ort-Kontrollen fallen ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich. "Mit der Auszahlung selbst haben wir allerdings nichts zu tun. Die erfolgt bargeldlos per Überweisung", sagt Luther.

Bis Jahresende erhalten die Landwirte Ausgleichszulagen für die Erschwernisse bei der Bewirtschaftung ihrer Böden im Vergleich zu besseren Lagen und für den Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum. "Die Direktzahlungen sind eine Flächenförderung für die Einhaltung von Umweltauflagen", erklärt der Leiter. Nach zwei Dürrejahren gewinnen die EU-Gelder für manche Betriebe eine noch wichtigere Bedeutung. "Viele haben Kreditverpflichtungen und sind schon deshalb auf das Geld angewiesen. Nach Mindererträgen in Folge von Trockenheit gibt es vereinzelt Betriebe, für die die Fördergelder noch wichtiger geworden sind", so Luther. Der Behördenleiter sagt aber: "Auch wenn es im Vogtland einzelne Betriebe mit Ertragseinbußen gibt, so sind wir insgesamt noch glimpflich davon gekommen. Andere Landwirte in Nordsachsen oder in Brandenburg sind viel stärker betroffen." (sia)

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