Elsterradweg: Bau billiger als erwartet

Ausschuss vergibt Auftrag für Abschnitt in Plauen

Plauen.

Für einen 1435 Meter langen Abschnitt des Elsterradweges in Plauen ist jetzt der Bauauftrag vergeben worden. Dabei handelt es sich um einen neu zu errichtenden Radweg am Flussufer entlang zwischen dem Hammerplatz und dem Friesenweg in Altchrieschwitz. Der Ausschuss Bau, Umwelt, Vergabe des Vogtlandkreises hat am Montagabend der Auftragsvergabe an die Firma Fachcenter Garten + STL-Bau aus Hauptmannsgrün einstimmig den Zuschlag erteilt.

Während in der boomenden Bauwirtschaft seit längerer Zeit die Preise meist über den Schätzungen lagen, war es diesmal umgekehrt. Die nordvogtländische Firma hatte mit 618.000 Euro das günstigste Angebot eingereicht und blieb 15 Prozent unter der Kostenschätzung der Kreisbehörde. Insgesamt hatten sich nach Aussagen des zuständigen Amtsleiters Dietmar Rentzsch 15 Firmen für den Auftrag interessiert und neun ihre Angebote fristgemäß abgegeben. Darunter auch große Baufirmen aus Rodewisch, Reichenbach und Weischlitz. Das zweithöchste Gebot war 26 Prozent teurer, so Rentzsch. Nach nochmaliger Prüfung des Angebotes aus Hauptmannsgrün habe die Kreisbehörde "keine Auffälligkeiten festgestellt".

Der Baustart ist im Frühjahr 2021 vorgesehen. Die Kosten der zu 90 Prozent durch den Freistaat geförderten Baumaßnahme belaufen sich nach Angaben der Kreisverwaltung auf insgesamt 761.500 Euro. (ur)

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    2
    Tauchsieder
    26.11.2020

    Ein günstiges Angebot kann jeder abgeben, ob am Schluss dies doppelt und dreifach Stand hält wird man sehen. Das dies zum größten Teil nicht der Fall ist hat das LRA, aber auch aktuell die Stadt Plauen, schon oft schmerzlich erfahren müssen. Richtigerweise sollte man hier statt LRA/Plauen lieber Steuerzahler sagen.
    Einen ganz anderen Punkt betrifft den Verlauf des Radwegs an der "Hammerbrücke". Wenn ich den Weg auf den Elsterdamm verlege, wie komme ich dann an besagter Brücke zur und über die Kreuzung, muss dann über fremde Grundstücke gefahren werden und was sagen die betroffenen Eigentümer eigentlich zu dem Vorhaben der Stadt? Da scheint Ärger vorprogrammiert zu sein.