Firma IAMT baut neue Halle: Weitere Expansion schon geplant

Der Weischlitzer Betrieb investiert Millionen. Als Automobil-Partner setzt er auf den Standort - auch wenn es ein Problem gibt.

Weischlitz.

Wer von der B 173 her über die lange Gefällstrecke der Taltitzer Straße nach Weischlitz hereinfährt, sieht zurzeit zwei gelbe Autokräne, die sich am anderen Ende des Ortes emporrecken. Die Kräne sind Teil jener Technik, mit der im Gewerbegebiet Nord eine neue Halle der Ingenieurgesellschaft für allgemeine Maschinentechnik (IAMT) errichtet wird. 100 Meter lang und 30 Meter breit soll der Neubau die Voraussetzungen für die Expansionspläne der IAMT schaffen, die sich als Systemlieferant hauptsächlich für die Automobilindustrie einen guten Namen erworben hat.

Sechs Millionen Euro kostet die Halle samt Innenausstattung, berichtet Geschäftsführer Volker Treichel. Mit dem 2020 geplanten Bau eines dreistöckigen Bürogebäudes und weiteren Investitionen steckt IAMT 14 Millionen Euro in den Standort Weischlitz. Treichel spricht von einem "klaren Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Vogtland". 250 Mitarbeiter zählt das Unternehmen und legt jährlich um etwa zehn Prozent zu. Anders als manche "verlängerten Werkbänke", bietet die Ingenieurgesellschaft für ihre Kunden komplette Leistungen an, ist bei den deutschen Autobauern ohnehin fest gelistet und arbeitet auch für die meisten europäischen Marken. Allerdings sei es zunehmend schwierig, die vielen qualifizierten Stellen für Ingenieure und Techniker zu besetzen. Treichel ermuntert junge Menschen, ein technisches Studium zu absolvieren und dann im Vogtland zu leben.

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Mehr als die Hälfte des Stahlskeletts für den freitragenden Bau, der dank einer Fachwerk-Dachkonstruktion ohne Stützpfeiler im Inneren auskommt, steht bereits. Die Halle wird von der ortsansässigen Firma Stahlbau Weischlitz-Rosenberg GmbH errichtet und wächst zusehends. Eine Hälfte des Platzes ist für die Herstellung von Baugruppen für Fahrwerke reserviert, die dort in Kleinserienproduktion entstehen sollen. In die andere Hälfte soll die große Prüftechnik-Sparte einziehen.

Zur Verwurzelung gehöre auch die Zusammenarbeit mit der Sparkasse Vogtland. Das Kreditinstitut arbeitet bei dieser Investition eng mit IAMT zusammen und nutzt auch Fördermöglichkeiten. Nach Aussage von Silke Schneider, Direktorin Unternehmenskunden bei der Sparkasse Vogtland, wurden 2018 in der Region 61 Förderkredite mit einem Volumen von 16,6 Millionen Euro ausgereicht, "über 200 Prozent mehr als im Jahr zuvor", betonte sie bei einem Ortstermin im entstehenden IAMT-Hallenbau. Das brachte dem Institut auch eine Ehrung ein: Vertriebschef Michael Wagner von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) nutzte den Termin, um der Sparkasse Vogtland für ihre Top-Fördermittelberatung eine Urkunde zu überreichen.

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