Freizeittreff soll weiter wachsen

Der soziale Frieden in Haselbrunn: Pfarrer Andreas Vödisch will etwas tun, um seinen Stadtteil schöner zu machen. Die Aktion "Leser helfen" möchte ihn unterstützen und sammelt Spenden für seine mobile Mitmach-Werkstatt.

Plauen.

Die mobile Mitmach-Werkstatt existiert im Moment nur in den Köpfen. Vor allem in dem von Pfarrer Andreas Vödisch, der die Idee hatte. Hier ein Gedanken-Spaziergang rund um die Markuskirche. Junge Menschen erzählen, was sie von der Werkstatt-Idee halten:

Ein Junge (12): "Ich finde es gut, wenn ich dort lerne, mein Fahrrad zu reparieren. Mir wurden schon die Reifen zerstochen. 17 Zentimeter lang war der Schnitt. Wenn das wieder passiert, wüsste ich, wo ich Hilfe kriege."

Ein Handwerkermeister (Mitte 40): "Es wäre gut, wenn die Kinder die Sinnhaftigkeit des Handwerks erleben würden."

Ein Mädchen (15): "Manchmal sieht es nicht so gut aus in unserem Stadtteil. Es wäre schön, wenn Haselbrunn sauberer wäre. Ich würde bei solchen Einsätzen helfen. Und vielleicht kann man dabei ab und zu Englisch reden, damit die, die hergezogen sind, auch etwas verstehen."

Ein Junge (10): "Ich würde in der Werkstatt Sitzmöbel bauen, sie vor die Kirche stellen und dort chillen. Und ich würde sie reparieren, wenn etwas kaputt geht."

Ein Junge (9): "Manchmal ist das Spielmobil bei uns. Dort kann man auch die Sachen reparieren, die kaputt sind."

Ein Haselbrunner (Mitte 30): "Die Werkstatt-Idee finde ich vernünftig für diesen schwierigen Stadtteil. Dann könnten die Kids etwas Sinnvolles tun."

Gemeinsam mit Benjamin Olsson, dem Sozialarbeiter des Markuskellers, will Pfarrer Andreas Vödisch einen Autoanhänger kaufen und ihn mit Werkzeug bestücken. Wenn wieder einmal eine Holzbank kaputt ist in Haselbrunn, kuppeln die Jugendlichen den Anhänger ans Auto, fahren mit einem Betreuer los und reparieren. Als Vorbild dienen sogenannte Repair Cafés, in denen man defekte Sachen wieder in Gang setzen kann.

Vödisch hat bereits Gespräche mit Handwerkern geführt darüber, ob sie der Haselbrunner Jugend etwas beibringen würden. Ziel der mobilen Werkstatt: Verantwortung, sagt der Pfarrer: "Wir wollen vorleben, dass wir Verantwortung für den Stadtteil übernehmen." Finanziert werden soll über Spenden der Aktion "Leser helfen".

SPENDEN  können Sie direkt überweisen auf folgendes Konto: Verein "Leser helfen", IBAN: DE47 8709 6214 0224 4224 40, Stichwort "Mitmach-Werkstatt" oder unter: www.freiepresse.de/leserhelfen

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