Geschäfte mit Russland gedämpft

Vogtländische Firmen finden weniger Absatz

Plauen.

Produkte des verarbeitenden Gewerbes aus dem Vogtland fanden voriges Jahr weniger Absatz in Russland. Darüber informierte der Geschäftsführer der IHK Regionalkammer Plauen, Danny Szendrei, beim Bericht über die Exportquote hiesiger Unternehmen.

Dennoch bleibt Russland der Hauptpartner der Region im Handel mit dem Ausland. Jedes vierte Exportprodukt wird nach Russland geliefert. 2017 war es aber noch mehr als jedes dritte - vorwiegend Textilien und Metallerzeugnisse. Von Embargos sind die Lieferungen zwar nicht betroffen. "Aber die bestehenden Sanktionen trocknen natürlich auf lange Sicht Verbindungen aus", sagte IHK-Präsident Hagen Sczepanski. "Glücklicherweise macht sich die Landesregierung stark und betont immer wieder, dass Russland für Sachsen ein bedeutender Partner ist. Sonst würde sich diese Politik noch stärker auf die hiesigen Geschäfte auswirken." Teilweise reichen Kontakte noch bis in DDR-Zeiten zurück, die heute für Absätze sorgen.


Insgesamt werden knapp 30 Prozent der im Vogtland produzierten Güter ins Ausland verschickt. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau. Mit dem Rückgang der Lieferungen nach Russland haben Kontakte in die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien an Bedeutung gewonnen. Ging 2017 noch jedes fünfte Produkt in jene Länder im Nahen Osten, ist es heute fast jedes vierte. Auch der Absatz nach China gewinne an Bedeutung, hieß es seitens der Unternehmervertretung. Erfasst wird die Exportquote von Firmen ab 50 Mitarbeitern. (nij)

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