Großes Showfeuerwerk lockt 1200 Neugierige nach Weischlitz

Der Globus-Markt hatte für Samstag zum Schauvergnügen eingeladen. Was sind die Trends bei der Silvesterknallerei 2019, und ist das Feuerwerk bei aller Umweltdiskussion noch zeitgemäß?

Weischlitz.

Das Angebot an Silvesterraketen und Böllern ist riesengroß. Seit Samstag kann das Feuerwerk gekauft werden. Der Trend geht in diesem Jahr wieder zu den sogenannten großkalibrigen Batterien sowie zum Systemfeuerwerk, der Anteil an Raketen werde immer weniger, weiß Pyrotechniker Olaf Richter aus Adorf. Er und seine Helfer präsentierten am Samstagabend auf dem Parkplatz des Globus-Einkaufcenters in Weischlitz schon einmal vorab, was die Vogtländer zum Jahreswechsel in den Himmel feuern können. Das Showfeuerwerk fand zum sechsten Male statt.

"Die meisten Leute wollen mittlerweile nur noch einmal etwas anzünden und dann ein möglichst langes Spektakel mit wechselnden Effekten genießen", berichtete Richter. Und noch etwas ist neu: Die Farben werden verschiedener. So wird man diesmal verstärkt auch Kolorierungen in lila, pink oder lemon bestaunen können. "Früher gab es im Prinzip ja nur rot, grün oder blau beziehungsweise weiß, und jetzt sind eben auch die Modefarben mit dabei", so Richter.

Angesichts der Feinstaub- und Mülldiskussion hätten die Globus-Mitarbeiter um Geschäftsleiterin Kitty Fischer im Vorfeld ausführlich diskutiert, ob ein Showfeuerwerk noch zeitgemäß ist. "Wir sehen uns aber als Händler, der allen Kunden gerecht werden will, also auch all jenen, die zum Jahreswechsel ein Feuerwerk zünden wollen", begründet die Geschäftsführerin die Entscheidung fürs Showfeuerwerk. Das in der Region einmalige Spektakel sei von Jahr zu Jahr immer größer geworden, und mit dem Mehr an Silvesterknallern stieg auch die Zahl der Schaulustigen in diesem Jahr auf schätzungsweise 1200 Menschen, die sich dieses Ereignis am Samstag nicht entgehen lassen wollten.

"Mir gefallen besonders gut die Batterien, denn wir haben einmal ganz viele nacheinander angezündet und dann sah das am Himmel richtig schön aus", berichtete Toni Bönsch (12), der mit seinem kleinen Bruder sowie seinen Eltern extra aus Erlbach zum Showfeuerwerk nach Weischlitz kam. "Es war wirklich schön und mit der Musik im Hintergrund hat uns das sehr gut gefallen", sagte Martina Jentzsch aus Kürbitz. "Es ist toll, dass man sich so anschauen kann, wie die Batterien dann wirklich am Himmel aussehen", ergänzte ihr Mann Peter. Roswitha Herferth aus Falkenstein war vor allem gekommen, um sich inspirieren zu lassen, "denn man kann sich zwar im Internet Videos anschauen, aber in Echt sieht das dann doch immer etwas anders aus".

Richter macht sich trotz der aktuellen Umweltdiskussion keine Sorgen um seinen Job. Einiges sieht aber auch er kritisch. Gegen das Argument einer zu starken Lärmbelastung hat der Pyrotechniker eine Idee, wie diese reduziert werden könnte: Viele Batterien seien leider schon lange mit Pfeifeffekten ausgerüstet, da diese kaum Geld kosten. "Mein Fall ist das nicht und ich mag das auch überhaupt nicht, deshalb sage ich immer, dass in einer ordentlichen Batterie so etwas nichts zu suchen hat", ärgert sich der Adorfer. Dass man in Deutschland beim Feuerwerk besondere Auflagen hat, wo überhaupt geknallert werden darf und dass es nur am 31. Dezember sowie am 1. Januar erlaubt ist, fanden alle Beteiligten in Weischlitz gut.

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