Hochwasser: Geld fürs Straßberger Wehr

Schluss mit Überschwemmungen in Straßberg: Die Stadtverwaltung öffnet jetzt das Geldsäckel für eine Schutzmaßnahme.

Plauen.

Der städtische Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwoch der Bereitstellung von 84.254,19 Euro für eine Baumaßnahme zum Hochwasserschutz in der Straßberger Ortsmitte zugestimmt. Wie der Fachgebietsleiter Tiefbau aus dem Rathaus, Steffen Ullmann, bereits bei der diesjährigen Ortsbegehung mit dem Ortschaftsrat angekündigt hat, soll der Mühlgraben am Anger durch eine Stahlplatte verschlossen und dann verfüllt werden. Der Teich wird mittels Rohrleitung mit Wasser versorgt.

Die Grünfläche am Anger, das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, die angrenzenden Wohnhäuser, die Vogtland Biomühlen GmbH sowie die Staatsstraße 297 sind bei Hochwasser der Weißen Elster immer wieder überflutet worden. Zuletzt ist das am 24. Mai vorigen Jahres passiert, als heftige Regenfälle im Vogtlandkreis teils für Chaos sorgten. Auf dieses Datum bezog sich Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP), als er in der Ausschuss-Sitzung davon sprach, dass in Sachen Hochwasserschutz an dieser Stelle nun "zügig" etwas unternommen werde.


Nicht ganz so zügig geht es in Sachen Fischtreppe voran. "Es dauert noch ein paar Jahre, bis was passiert", informierte Heike Grape von der Gewässerunterhaltung der Stadtverwaltung über den Stand der Dinge. Von der zuständigen Landestalsperrenverwaltung seien derzeit keine Baumaßnahmen bekannt. Die nicht funktionierende Fischtreppe ist bereits vor fünf und auch schon vor sieben Jahren ein Thema gewesen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Tauchsieder
    22.06.2019

    Eine Frage sei mir noch gestattet, vielleicht dringt sie ja bis zu den Stadträten vor. Die Weiße Elster ist ein Gewässer 1. Ordnung und liegt somit in der Verantwortlichkeit des Freistaats. Das Gleiche gilt für die technische Wehranlage, auch hier trägt der Freistaat (LTV) Verantwortung.
    Nun meine Frage: - Warum muss für die Sicherheit der Ortslage Straßberg die Stadt Plauen finanziell aufkommen, wenn doch die Gefahr von diesem Gewässer und der dortigen Querverbauung ausgeht?

  • 5
    0
    Tauchsieder
    22.06.2019

    Der Wahnsinn feiert Triumphe. Ich glaube mittlerweile, dass die Verantwortlichen nicht wissen um was es hier eigentlich geht. Diese ca. 90 000€ kann man sich sparen. Genau an dieser Stelle, an dem jetzt der Mühlgraben verschlossen und verfüllt werden soll, soll später die Fischtreppe errichtet werden. Das bedeutet, dass dort im Bereich des dann verfüllten und verschlossenen Mühlgrabens dieser wieder geöffnet werden muss, quasi der jetzige Zustand wieder hergestellt wird. Da kann man auch gleich das Geld in die Elster schmeißen, der Effekt ist der Gleiche.
    Schon vor über 10 Jahren trat die Grüne Liga an die LTV und den Ortsvorsteher Straßbergs mit der Aufforderung heran, diese Wehranlage zu schleifen, die Durchgängigkeit des Flusses herzustellen, wozu sie auch nach den WRRL verpflichtet sind. Somit hätte sich auch das Problem mit der Fischaufstiegshilfe von selbst erledigt. Was macht man dafür jetzt, man schmeißt dem Hochwasser das Geld noch hinterher und lässt sich dafür noch feiern.
    Betonköpfe, Herr schmeiß Hirn vom Himmel!
    Wer hat überhaupt eine Baugenehmigung für ein Wohnhaus am tiefsten Punkt von Straßberg erteilt, unterhalb der Kirche? Die "arme Sau" wird dort ständig absaufen.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...