Holprige Steinpiste bremst Anwohner aus

Eine Mühltroffer Familie schlägt Alarm. Der Zustand ihrer Straße sollte eigentlich verbessert werden. Doch das Gegenteil ist der Fall. Nun ist Bessrung in Sicht.

Mühltroff.

Geteert war die Thierbacher Straße in Mühltroff noch nie. "Das wollten wir auch nie", sagt Carmen Degenkolb. Sie und ihre Familie sind Anwohner der kleinen Straße am Stadtrand. Nur zwei Häuser gibt es hier, sonst grenzt die kommunale Straße, die man eher als Weg bezeichnen könnte, an die Landschaft.

Den jetzigen Zustand bezeichnen die Anwohner als katastrophal und nicht zumutbar. Dabei sollte sie eigentlich besser werden. Jetzt ist die Straße schlimmer als zuvor. Was ist passiert? "Voriges Jahr im Herbst hatte ich bei der Stadtverwaltung in Pausa angerufen", sagt Martha Schmidtkunz, 93 Jahre alt und auf ihren Rollator angewiesen. Da hieß es, die Thierbacher Straße sollte im Frühjahr verbessert, die Löcher sollten geflickt werden. "Wie freuten uns darauf." Im März war es dann tatsächlich so weit, Bauhofmitarbeiter rückten mit ihrer Technik an. Doch was dabei herauskam, hat die Mühltroffer Familie schockiert.


Mit großen Steinen, oft spitz und so groß wie eine Faust, wird man beim Befahren der Thierbacher Straße jetzt konfrontiert. "Die groben Steine hätten doch noch mal geschreddert werden müssen", meint Martha Schmidtkunz. Und mit einer Rüttelplatte befestigt werden müssen. So aber wurden die groben Steine wohl einfach draufgeschüttet. Inzwischen hat es die Steine aus den Löchern geschleudert. "Wir sind doch auch Menschen", sagt die Seniorin, die hier mit ihrem Rollator jetzt kaum mehr entlanggehen kann. Die Stadt müsse doch etwas tun. Zumal es für die Familie nur die Thierbacher Straße als Zufahrt zu ihrem Haus gibt. "Ich fahre hier höchstens 20 Stundenkilometer", sagt Carmen Dengenkolb. Dennoch wurde bei ihrem Auto kürzlich ein Federbruch festgestellt. Ursache kann eigentlich nur die schlechte Straße sein, meint sie.

Deshalb hatte die Familie nochmals im Pausaer Rathaus angerufen. Das Bauamt hat inzwischen den Bauhof informiert. "Für die Straße haben wir normale Abfräsung mit Vorabsiebung verwendet, so wie für andere Wege auch", erklärt Rayk Planer vom Bauhof den Wegebau. Das Problem sei allerdings ein anderes, so Planer: Die Thierbacher Straße wird landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich stark befahren. "Wenn da mehr als 40 Tonnen drüberrollen, werden die feineren Teile rausgefahren." Auch wenn man vorher alles mit der Rüttelplatte befestigt habe, und das habe man hier gemacht. Die Feinanteile fehlen dann, sodass nur die groben Steine auf der Straße bleiben. Überdies werde die Straße regelmäßig ausgebessert. "Vor fünf, sechs Jahren gab es hier noch riesige Löcher", erinnert sich Planer. Und: "Mir gefällt der jetzige Zustand auch nicht. Deshalb werden wir die Thierbacher Straße in den nächsten 14 Tagen nachbessern."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...