Insolvenz: Später Geld für Arbeiter

Schweizer Group kann Entgelte nicht zahlen

Plauen.

Die 160 Mitarbeiter des Plauener Werks der Schweizer Group müssen diesen Monat länger als sonst auf ihre Lohn- und Gehaltszahlung warten. Das Geld soll jedoch nicht wegfallen, wie ein Belegschaftsmitglied ursprünglich vermutet hatte: Mitarbeiter hätten diesen Monat aufgrund des beantragten Insolvenzverfahrens der Firmengruppe auf den Lohn verzichten und das vertraglich versichern müssen, hatte der Mann erklärt.

Auf Nachfrage dementierte Manja Krüger, Assistentin des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Roger Breu. Sie erklärte: "Die Löhne und Gehälter für November konnten aufgrund der Insolvenzanmeldung nicht gezahlt werden." Arbeitnehmer hätten jedoch Anspruch auf Insolvenzgeld, das von der Bundesagentur für Arbeit zur Insolvenzeröffnung für drei Monate rückwirkend ausgezahlt werde. Als Eröffnungstermin absehbar sei der 1. Februar 2019. Um diesen Zeitraum zu überbrücken, sei eine Zwischenfinanzierung der Entgelte üblich, so Krüger. Das laufe über eine Bank.

Die Mitarbeiter hätten tatsächlich einen Vertrag unterschreiben müssen. Darin gehe es darum, dass die Summe von der Bundesagentur für Arbeit an die Bank fließt. Sie holt sich das ausgelegte Geld so quasi wieder. Allerdings, räumte Krüger ein, werden die Entgelte diesmal nicht im üblichen Turnus bezahlt: "Da die Zwischenfinanzierung eine gewisse Vorlaufzeit benötigt, erfolgt die Auszahlung der Entgelte für November voraussichtlich um etwa eine Woche verzögert." (em)

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