Jugendclub in Reuth soll erhalten bleiben

Der Jugendtreff war immer mal wieder umstritten. Im vergangenen Jahr wurde die Betreibung neu geregelt. Die Verantwortlichen schauen positiv in die Zukunft.

Reuth.

Mit dem Reuther Jugendclub, der sich nahe der Wohnblöcke an der Bahnhofstraße befindet, hatte es in der Vergangenheit öfters mal Probleme gegeben. "Wir haben festgestellt, die Beschwerden und Ärgernisse sind auf ein Minimum gesunken", sagte Friedhold Morgner, Ortsvorsteher von Reuth, in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. Die Situation habe sich auf jeden Fall verbessert. Nicht in Ordnung sei die defekte Wasserleitung im Club.

"Wir haben vieles verbessert", berichtete Tim Meinel, der zusammen mit einem weiteren Jugendlichen für den Club verantwortlich zeichnet. "Wir haben den Ofen repariert und auch das Dach, da es hereinregnete." Durch den Wasserschaden musste man alles entsorgen. "Wir haben den Raum neu gestrichen, neue Kabel verlegt und überhaupt die Aufenthaltsqualität erhöht." Was derzeit noch fehle, sei ein Schrank, da hoffe man auf Hilfe aus der Bevölkerung. "Leider haben wir seit dem Wasserschaden auch kein Wasser mehr." Das Gelände um den Jugendclub wurde gepflegt.

Seit Anfang des vorigen Jahres hat der Jugendclub einen Vertrag mit dem Gemeinderat. Mit aufgelisteten Verpflichtungen und Rechten. Die Jugendlichen zahlen für Strom und Wasser jeden Monat 50 Euro an die Gemeinde Weischlitz. Die Mietkosten von monatlich 75 Euro werden durch Umweltarbeiten erbracht. Doch das hatte voriges Jahr nicht immer geklappt. Zu den Aufgaben gehörten die Pflege des Umfeldes an der Reuther Linde. "Einmal ein Arbeitseinsatz war in meinen Augen zu wenig", so Morgner. Auch beim Herbstmarkt sei zu wenig Eigeninitiative der Jugendlichen zu spüren gewesen. Sie sollten bei der Parkplatzeinweisung helfen.

Der Arbeitseinsatz an der Linde sei eine große Aktion gewesen, so Tim Meinel. "Wir hatten die Hecke geschnitten, den Rasen gemäht." Durch die große Trockenheit habe man gedacht, dass ein weiteres Mähen nicht nötig sei. "Wir haben aber ab und zu Müll eingesammelt. Zur 600-Jahrfeier und beim Herbstmarkt halfen wir auch." Dass nicht mehr Helfer zusammenkamen, sei auch darin begründet gewesen, dass Jugendliche etwa bei der Feuerwehr schon eingesetzt wurden.

Für dieses Jahr haben sich die Reuther jungen Leute einiges vorgenommen. Gedanken und Vorschläge, wie es Tim Meinel formulierte. "Wir wollen die Sportgeräte vor dem Sportfest streichen, den Sand umgraben und Unkraut jäten." Das Areal um den Jugendclub soll in Ordnung gehalten werden. "Wir würden auch das Fest mit unterstützen."

Da der Jugendclub fast nur an den Wochenenden genutzt wird, stellte sich für den Ortsvorsteher die Frage: Lohnt sich der Jugendclub überhaupt noch? Man sei immer der Meinung gewesen, dass ein solcher zum Dorf gehöre. "Die Nutzung hat sich verringert", räumte Tim Meinel ein. Aber man wolle am Jugendclub als Treffpunkt dennoch festhalten.

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