Kauschwitzer mischt in Kreis- und Stadtpolitik mit

Die Hälfte der 42 gewählten Stadträte in Plauen ist in dem Gremium erstmals dabei. "Freie Presse" stellt die Neuen vor. Heute: Frank Schaufel, AfD.

Plauen.

Der selbstständige Optikermeister Frank Schaufel hat in der Kommunalwahl 3831 Stimmen erhalten. Das heißt, mindestens 1277 der wahlberechtigten Plauener haben dem 62-Jährigen eine ihrer Stimmen gegeben.

Der gebürtige Plauener lebt in Kauschwitz, ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und ist Mitglied der evangelischen Kirche. Ehrenamtlich engagiert sich Schaufel im Schwimm-Verein Vogtland Plauen. Dort ist er seit mehr als 20 Jahren Vizepräsident. Auch im Vorstand des Fördervereins für das Freibad Haselbrunn war Schaufel einige Zeit aktiv, ist inzwischen jedoch aus dem Vorstand ausgeschieden. Vereinsmitglied ist er nach wie vor.


Zu DDR-Zeiten parteilos, wurde Schaufel 1990 zunächst Mitglied der SPD. 2009 trat er aus Unzufriedenheit mit der innerparteilichen Demokratie aus der SPD aus und fand 2013 aufgrund des eurokritischen und wirtschaftsliberalen Kurses unter dem damaligen Vorsitzenden Bernd Lucke zur AfD. Für die wurde Schaufel dann 2014 in den Kreistag gewählt. Dort gehörte er in der zu Ende gegangenen Wahlperiode dem Ausschuss für Kultur, Bildung und Sport an. Das Gremium kam allerdings mangels Vorlagen der Kreisverwaltung nur sehr selten zu Sitzungen zusammen. Eigene politische Themen und Anträge setzten die Mitglieder des Ausschusses nicht auf die Tagesordnung. In Anfragen während der Sitzungen des Kreistages thematisierte Schaufel vorwiegend Fragen der Flüchtlingspolitik, auch wenn der Landkreis darauf wenig Einfluss hat. Auf diesem Feld ist der Landkreis lediglich ein ausführendes Organ bundes- und landesgesetzlicher Migrationsbestimmungen. Im Plauener Stadtrat will sich Schaufel nun ebenfalls im Bildungs- und Sozialausschuss einbringen. Die Förderung des Ehrenamtes und hier besonders des Vereins- und Nachwuchssportes liege ihm am Herzen. Zudem ist Schaufel AfD-Direktkandidat für den Landtag im Wahlkreis Plauen. Ob er im Fall seiner Wahl alle drei Mandate behalten oder ob er das für den Kreis- oder den Stadtrat zurückgeben würde, hat er sich noch nicht überlegt.

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