Kevin Kühnert unterstützt Vogtland-SPD im Wahlkampf

WAHLEN 2019 Juso-Chef am Montag in Plauen - Aktion in Galerie Forum K

Plauen.

Leicht haben es die Sozialdemokraten angesichts der schlechten Wahlergebnisse und ebenso schlechter Umfragewerte derzeit nicht. Das bekommt auch die Plauener SPD-Landtagsabgeordnete Juliane Pfeil-Zabel zu spüren, die sich erneut für einen Sitz im Parlament des Freistaates bewirbt. Die Partei werde nicht mehr gebraucht, sagen ihr manche Bürger. So einfach will sich die Sozialdemokratin damit aber nicht abfinden und lädt Interessierte deshalb für kommenden Montag, 18.30 Uhr in die Galerie Forum K ein. Pfeil-Zabel hat sich für diesen Abend mit Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jungsozialisten, einen prominenten Unterstützer nach Plauen geholt. "Wir werden vorher noch gemeinsam an einem Infostand in der Stadt sein", kündigt die Stadträtin an. Zum Forum hinzu kommt noch der Generalsekretär der SPD Sachsen, Henning Homann. Man wolle "offen und ehrlich diskutieren", verspricht Pfeil-Zabel.

Als politische Ziele in der nächsten Wahlperiode gibt sie unter anderem eine Verbesserung der Kinderbetreuung an, mehr Bürgerbeteiligung zum Beispiel durch Online-Petitionen und das Herabsetzen der Hürden für ein Bürgerbegehren sowie mehr Unterstützung für Alleinerziehende. Bis zur Stimmabgabe am 1. September erwartet die Plauenerin als Gast noch den SPD-Jungstar Patrick Dahlemann aus Mecklenburg-Vorpommern, der sich in seinem Wahlkreis gegen die dortige Übermacht der AfD durchsetzen konnte und 2014 bei einer NPD-Kundgebung die offene Auseinandersetzung suchte, indem er dort gesprochen hat.


Im Wahlkampf wurde die Plauener Landtagsabgeordnete bislang häufig auf die Themen Flüchtlinge und Ärztemangel in der Region angesprochen. Nicht nur ältere Menschen beschweren sich darüber. "Auch junge Leute, die zugezogen sind, finden oft keinen Hausarzt", berichtet die Politikerin. Den hohen bürokratischen Aufwand für Mediziner beim Betreiben einer Praxis betrachtet sie als eines der Hindernisse von Ansiedlungen. Daher könne eine Verdoppelung der an der Berufsakademie (BA) Plauen ausgebildeten Arzt-Assistenten hilfreich sein. Die Wahlkämpferin setzt sich auch für eine Hebammenausbildung an der BA ein. Die BA selbst sei für sie aber ein ebenso wichtiges Thema.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...