Kleingera kürt Schützenkönig

Kleingera trifft mit seinen Festen bei Besuchern ins Schwarze. Nächstes Jahr soll alles noch eine Nummer größer werden.

Kleingera.

Ums Schießen drehte sich alles beim Kleingeraer Schützenfest am Wochenende. Ob beim Adlerschießen, wo es galt, sich fürs Finale zu qualifizieren. An der Schießbude, wo man auf Röhrchen zielte, um wie auf dem Rummel Blumen abzuschießen oder für die Kinder beim Dart.

"Wir sind der einzige Schützenverein im ganzen Vogtland, der jedes Jahr ein Schützenfest austrägt", sagt selbstbewusst Klaus Wolf, zweiter Vorstand des Kleingeraer Schützenvereins. Als der sich 1990 ohne jede Vorkriegsgeneration im Ort neu gründete, wurde die Idee zum Fest geboren. Dennoch stand der Verein vor sieben Jahren knapp vor dem Aus, als ein neuer Vorsitzender nötig wurde. Der jetzige Vorstand übernahm und führt die Arbeit weiter.

"Von Anfang an wurde jedes Jahr der Schützenkönig ausgeschossen", sagt der heutige Vereinschef Ralf Krause. Um den Nachwuchs zeitig einzubinden, wird auch stets ein Jugendschützenkönig gekürt: "Das hat den großen Vorteil, dass immer junge Leute mitmachen." Diesmal kann sich der elfjährige Paul Rau aus Dölau mit dem Titel schmücken. Nicht nur er, auch sein Bruder Max (15) sind im Verein. "Wir sind eben eine Schützenfamilie", sagt Katrin Rau, die die Jugend trainiert und selbst schon Schützenkönig war.

Der Titel Schützenkönig ist an die Leistung geknüpft, es gibt keine separate Männer- und Frauenwertung. Es gibt eine Probe, dann einen Schuss auf die Scheibe. "Wir sind 40 Mitglieder im Verein, etwa 35 haben mitgeschossen", so Ralf Krause. Die Neun haben einige geschafft. "Einer aber war knapp an der zehn", sagt Klaus Wolf. Und so heißt der neue Schützenkönig Matthias Wachter. Der Hohengrüner wurde mit der Königskette, dem Wanderpokal und der Schützenscheibe geehrt, welche dieses Jahr die alte Schule ziert. Die unikaten hölzernen Scheiben jedes Jahrgangs schmücken den Vereinsraum. Beim Adlerschießen konnte jeder mitmachen. Es mussten Federn des Vogels abgeschossen werden. Wer eine traf, kam ins Finale. Hier galt es dann, Krone, Apfel und Zepter zu treffen, um einen der schönen Preise zu bekommen.

Nächstes Jahr wird in Kleingera größer als sonst gefeiert. Die Feuerwehr wird 100 Jahre alt. Drei gemeinsame Festtage sind geplant.

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