Klimademos: Schüler als Volksverräter beschimpft

Am Freitag wollen Schüler in Plauen erneut für das Klima demonstrieren. Dabei schlägt den Teilnehmern auch Hass entgegen.

Plauen.

Lea-Sophie Gauglitz versteckt sich nicht. Für das Klima demonstriert die 16-jährige Adorferin in knallgelber Jacke. Auch am heutigen Freitag will sie ihren Protest in Plauen wieder auf die Straße tragen und hofft auf viele Teilnehmer, die sich ab 16 Uhr auf dem Theaterplatz der Bewegung anschließen. Musik soll die Demo durchs Zentrum begleiten. Doch der Organisatorin der Fridays-for-future-Proteste im Vogtland und den Demo-Teilnehmern schlägt auch offener Hass entgegen, wie Gauglitz jetzt auf Nachfrage der "Freien Presse" bestätigte. "Während der Demos werden wir immer wieder als Volksverräter beschimpft oder anderweitig beleidigt", berichtet die Schülerin. "Aber auch persönlich wird man immer öfter angefeindet, sobald man eine bestimmte Meinung hat. Außerdem wird man sehr schnell für sein Tun verurteilt." Insbesondere auf dem Land habe die junge Frau das Gefühl, dass sich viele Menschen persönlich angegriffen fühlten "und unsere Intention nicht verstehen", meint sie. Bei der Plauener Polizei gingen im Zusammenhang der Freitags-Demos im Zentrum bislang keine Anzeigen wegen Beleidigungen ein, heißt es aus der zuständigen Dienststelle in Zwickau. Ob der Begriff "Volksverräter" strafbar ist, müsse ohnehin an den weiteren Umständen festgemacht werden, erklärt eine Sprecherin. Pauschal strafbar ist die Verwendung des Begriffs nicht.

Lea-Sophie Gauglitz will sich indes lieber auf die positiven Rückmeldungen fokussieren, sagt sie. "Wir freuen uns über das, was wir bisher erreicht haben, auch wenn das noch lange nicht ausreichend ist." Zur Aktion am weltweiten Protesttag im September kamen weit mehr als 100 Teilnehmer auf dem Postplatz in Plauen zusammen. Anlass war die UN-Klimakonferenz in New York.

25Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    2
    fpleser
    11.10.2019

    solange Airbus und Boeing immer neue Flugzeuge herstellen, die Flughäfen immer größer und die Flüge immer billiger werden kann man selbst auf eine Flugreise verzichten, dann bleibt EIN Platz im Flieger leer, mehr erreicht man nicht.
    Wenn es aber weniger Flugzeuge, weniger Flüge gibt und dadurch der Preis für ein Ticket steigt, dann erst werden weniger Leute fliegen. Es soll ja immer weiter mehr Wachstum geben. Da sich das nicht in absehbarer Zeit ändert wird man nur drüber reden können.

  • 9
    5
    FromtheWastelands
    11.10.2019

    @Lesemuffel Das machen die damit sich über jeden Quark aufregende Berufsempörte darüber empören können.

  • 3
    13
    Lesemuffel
    11.10.2019

    Erfreulich ist immerhin, dass die Schüler (pupil) so mit ihren English-Kenntnissen glänzen können. Oder ist es Denglish? Warum dürfen die Parolen nicht in der Muttersprache der SchülerInnen verfasst werden? Das wäre wohl nicht weltoffen?

  • 8
    8
    tbaukhage
    11.10.2019

    @cn3boj00: Wenn ich es einrichten kann, gehe ich für das Ziel einer intakten Umwelt zusammen mit meinen Schülern auf die Straße. Vielleicht nochmal meine bisherigen Beiträge lesen, und überlegen, warum ich gerade an salix diese Frage stellte (auf die er bisher keine Antwort hat) ...

  • 12
    8
    Einspruch
    11.10.2019

    Zumindest ist die sich beschwerende Generation nicht in totaler Armut und Krieg aufgewachsen, mit Plumsklo und Kerzenlicht.
    Gesundheits-, Lebens- und Bildungsmöglichkeiten sind auch nicht gerade die schlechtesten. Das wird aber alles irgendwie als normal angesehen und vergessen.
    Sicher, man kann immer etwas verbessern. Die vorhergehenden Generationen haben nicht die Zukunft geklaut, sondern mit ihrem Kennnisstand und dem Stand der Technik auskommen müssen, um mobil sein zu können, Energie zu erzeugen, Waren zu produzieren. Das die Politik zu zögerlich ist und falsche Anreize schuf, das kann man so sehen. Aber im Großen und Ganzen fehlt den Protestierenden ein bisschen die Kenntniss über ein paar Zusammenhänge und die Forderungen sind deshalb eher überzogen und wirken wie bei trotzigen Kindern eben. Am meisten fehlt mir auch die Bereitschaft und der Ansatz bei sich selbst, mit ihren Möglichkeiten was für die Umwelt zu tun. Die wollen auch alles haben und auf nichts verzichten. Vielleicht kommt diese Einsicht aber noch, das sie ihre Zeit nutzen können, was zu verändern. Bald sind Sie groß und landen vielleicht in der Politik, in der Forschung, in leitender Stellung in der Energieversorgung usw. Dann wird der Groschen schon fallen, das manches Zeit braucht. Spätestens, wenn die nächste Generation ihnen auch vorwirft, sie hätten die Zukunft geklaut.

  • 17
    4
    cn3boj00
    11.10.2019

    Lieber Salix, hier ein Gegenentwurf zu Ihrem Kommentar: Ich bin Jahrgang 52, und ich fühle mich in keinster Weise beleidigt. Denn ich fühle mich nicht verantwortlich für das Klimaproblem. Ich lebe so, wie es der Durchschnitt der meisten Menschen hier auch tut. Gut, ich habe keinen großen Stadt"gelände"wagen mit 3 Liter Dieselmotor, ich habe einen Ökostromtarif und LED-Leuchten. Ich gehe auch gern mal zu Fuß und füttere die Vögel inzwischen ganzjährlich. Aber all das ist nichts besonderes. Und ich habe dabei ganz selten mal ein schlechtes Gewissen. Denn wir sind nicht für dieses Gesellschaftsmodell verantwortlich. Ein Modell, in dem Ressourcenschonung nicht vorgesehen ist, wenn es das Wachstum bremst oder den Gewinn schmälert. Und deshalb sind nicht wir es. die das Klima retten können. Wenn es jemand kann, dann die Politik, wenigstens zum Teil (ein teil wird wohl unaufhaltsam sein). Schwefeldämfe, Smog, FCKW - unsere Atmosphäre war schon mehrmals bedroht, und das wir heute wenigstens sauber Luft haben verdanken wir vor allem einem: Verboten, als die Kacke am Dampfen war. Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit wir ressourcenschonend leben können. Das tut sie nicht, und dafür wird sie ausgepfiffen. Und ich pfeife sie inzwischen mit aus.
    Natürlich, ausgepfiffen werden auch all jene, die gleichgültig sind oder sogar ein weiter so propagieren oder ein CO2 ist nützlich. All jene die auf diese plumpe Propaganda hereinfallen statt sich selbst ein Urteil zu bilden. Man kann Reportagen lesen, in der "Geo" zum Beispiel, wenn man "Staatsmedien" verachtet. Und man kann sich selber die Frage stellen: kann das normal sein, was jetzt passiert?
    Sie fühlen sich beleidigt, obwohl niemand sie beleidigt hat. Es sei denn, sie haben ein schlechtes Gewissen. Dann folgen Sie ihm.

  • 2
    12
    Nixnuzz
    11.10.2019

    Also alles zurück auf "Nachhaltigkeit". In Seiffen und Sonneberg werden wieder Leute eingestellt, die Kinderspielzeug schnitzen, drechseln und lackieren. Und das in einer Internet-vernetzten Welt! Wieviel Drechslermeister oder Berufsschüler gibt es noch für die Reifendreher? Würde diese regionale Produktionsstätte die Menge an Spielzeug noch liefern können - gegenüber einem Weltmarkt an Plaste- und Elektronik-Spielzeug? Wieviel Werkzeugmacher für die Plaste-Spritzgussformen würden an deren Stelle benötigt? Wieviel Tonnen vorgelagertes, trockenes Laubholz müssten dasein? Wieviel Menschen für diesen Materialfluß auf welchem Lohnniveau könnten wir uns leisten? Wer kauft denn primär das "Zeugs"? Wer hätte Argumente an die FFF's, das heimisches Holzspielzeug ohne Internet-Zugang erstrebenswert wäre? Mit Fuß-betriebener Drechselbank? Eine 6-PS-Dampfmaschine - befeuert mit Restholz - als hochmodernes Antriebsaggregat. Nicht so schnell wie eine Simson aber zweckmäßig. Aber am Wochenende mit einem 4-Ps-Aufsitzrasenmäher das Wildblumen-Wachstum Bienen-unfreundlich kurz halten...

  • 16
    7
    Inke
    11.10.2019

    Diese "Volksfahrräder"-Rufe sind einfach nur oberpeinlich und überflüssig wie Fußpilz ;-)

  • 11
    14
    MPvK87
    11.10.2019

    Pixelghost, die Erkenntnisse kamen nicht erst 2015 mit dem Pariser Abkommen sondern sind seit Jahrzehnten bereits bekannt.
    Und daran werden diese Generationen erinnert.
    Selbstverständlich kann man es leugnen.
    Dieses "von nichts gewusst" - ist halt typisch deutsch.
    Auch die Verantwortungslosigkeit.
    Ich bin froh, dass es diese jungen Menschen gibt. Sie treffen den Nerv und gehören unterstützt.

    Und um die Frage zu beantworten, dann gäbe es dafür keinen Anlass heute auf die Straße gehen zu müssen. C'est la vie.

  • 9
    12
    Interessierte
    11.10.2019

    Heute beraten 80! Experten über das Klima-Problem , was haben die denn bisher gemacht ?

  • 7
    9
    Pixelghost
    11.10.2019

    @ MPvK87, mal eine Frage:

    Wenn wir - diese Ewiggestrigen - schon in den 60er, 70er und 80ern so schlau wie Ihr heute gewesen wären und so klimaneutral gedacht und gehandelt hätten wie Ihr uns das heute vorwerft, das wir es nicht getan haben, dann was?

  • 16
    16
    cn3boj00
    11.10.2019

    @tbaukhage: Sie verstehen offenbar immer noch nicht, warum diese Leute auf die Straße gehen. (Ich sage Leute, weil es inzwischen nicht mehr nur Schüler sind). Dabei ist die Ansage von Greta doch nun weithin bekannt: Die Politiker sollen endlich auf die Wissenschaftler hören und etwas unternehmen! Und sie sagt auch völlig richtig: Es ist nicht die Aufgabe von FFF, Lösungen zu finden und zu fordern. Dazu fehlt Schülern und den normalen Menschen schlicht die Kompetenz. Denn dafür gibt es Wissenschaftler. Die präsentieren Erkenntniss und schlagen Lösungen vor. Und Politiker ergreifen Maßnahmen. So einfach ist das, nur dass die Politiker eben NICHTS tun.
    Die Politiker an ihre verdammte Verantwortung zu erinnern, das allein ist der legitime Gedanke von FFF. Leute, die das fordern, als Verräter zu beschimpfen, oder dann noch auf die Tour mit dem schlechten Gewissen zu machen, zeugt von Geistesarmut.

  • 17
    11
    KTreppil
    11.10.2019

    Heutzutage denkt nun mal leider jede politische Richtung die Deutungshohheit zu haben, wer anderer Meinung ist ist schnell in irgendeiner extremistischen Ecke, Nazi, Zecke, Pack oder neuerdings Klimaleugner und ach ja Gretahasser gibt's ja auch inzwischen. Neue demokratische Kultur in diesem Land, die Politiker leben es ja vor. Damit muss auch FFF klar kommen, sind ja zum Teil auch radikal und kompromisslos mit ihren Aussagen und Forderungen, wenn man sich groß genug fühlt, sich dem anzuschließen, muss man dies ab können.
    @salix...jedes Wort im Kommentar ist richtig, dem ist nichts hinzu zu fügen.

  • 17
    13
    ChWtr
    11.10.2019

    @Salix: Ihr letzter Satz - mag sein. Aber waren Sie nicht auch mal jung? Bei den Jungpionieren? Ok., blödes Beispiel. Ist es nicht das Privileg der Jugend, auf Missstände hinzuweisen? Ich wünsche mir eine mündige Jugend, die den Mund aufmacht und nicht angepasst ist. Dabei jedoch friedfertig bleibt, selbstverständlich. Ich war (auch) nicht angepasst - damals in der DDR und auf meine Kinder kann ich heute stolz sein. Es stimmt mich ein wenig zuversichtlich, dass wir vielleicht doch noch eine gesellschaftspolitische Wende hinbekommen, wo das Klima weltweit eine "maßvolle Würdigung" erfährt. Wünschenswert wäre es, unabdingbar ist es - anpacken und mitmachen statt zu lamentieren.

    Sie müssen sich jedoch nicht hochgradig beleidigt fühlen, wirklich nicht. Wenn Kinder und Jugendliche Sie hochgradig beleidigen, dann sollten Sie darüber nachdenken, ob man noch bereit ist zu verstehen (...)

    Und Maresch sagt es: selber!!!

  • 13
    15
    tbaukhage
    11.10.2019

    @salix: Welche Umwelt- und Naturgedanken der FFF-Jugendlichen wären denn sachlich richtig, um Akzeptanz zur erfahren?

  • 19
    10
    tbaukhage
    11.10.2019

    @ths: Wenn Du der Meinung bist, dass das Pflanzen von Bäumen ein guter Schritt fürs Klima ist - nur mal so als Idee: Wie wäre es denn damit, wenn Du zusammen mit den Klima-Kids und ihren Unterstützern immer freitags in die Wälder ziehst, um Bäume pflanzen?

  • 22
    15
    Maresch
    11.10.2019

    Wer 'Volksverräter' ruft, ist selbst ein 'Volksverräter'!

  • 41
    15
    Salix
    11.10.2019

    Sicherlich ist hier der Begriff "Volksverräter" unangebracht, aber über Gegenwind dürfen sich die Demonstranten nicht wundern. Ich gehöre zum Jahrgang 56 und fühle mich durch Bemerkungen der Art "ihr habt nichts für uns gemacht" oder "wir schreien laut, weil ihr uns unsere Zukunft klaut" hochgradig beleidigt. Es zeugt von einer unvorstellbaren Undankbarkeit, was hier abgeht. Die Jugendlichen von heute haben zumindest in unseren Breiten die lebenswerteste und gesundeste Umwelt seit Beginn der Industrialisierung. In meiner Jugend waren die Flüsse tot, Schornsteine qualmten, Autos stanken und machen Lärm. Wir habe nicht demonstriert, wir haben Filtersysteme entwickelt, Schalldämpf- und Wärmedämmsysteme installiert. Wir haben denen, die heute uns Untätigkeit vorwerfen, selbst aber schon aus Altersgründen noch gar nicht gemacht haben, eine lebenswerte Welt präsentiert. Es gibt sicher noch zu tun, doch sollten Zielstellungen und Vorhaben sachlich geschehen. Und das fehlt den Demonstranten in jeder Hinsicht. Allein Sprüche sind überflüssig. Denen fehlt jede Erfahrung, das Einschätzen von Zusammenhängen, was machbar und was nicht machbar ist. Im Schulhof über Umweltschutz debattieren, ja, aber mit absolut realtitätsfremden Forderungen ältere Generationen mit undank zu überhäufen, da darf man sich überhaupt nicht wundern, daß sich diese genauso Luft machen. Die eigenen Meinung dürfen auch die Gegner der Demonstrationen sagen, es ist kein Privileg von Kindern. Völlig unmöglich ist es, Kinder mitlaufen zu lassen, Kinder, welche überhaupt nicht wissen können, um was es geht. Die durch solche Bewegungen entstandenen politischen Folgen werden uns vehement Schaden zufügen. Und was ich als Folge immer stärker beobachte, durch die Demonstrationen noch unreifer Menschen nimmt die Akzeptanz sachlich richtiger Umwelt- und Naturgedanken in der Bevölkerung zunehmend ab. Man erreicht mit dreisten und überzogenen Forderungen genau das Gegenteil.

  • 34
    10
    ths1
    11.10.2019

    Nur mal so als Idee: Wir wäre es denn damit, wenn die Klima-Kids und ihre Unterstützer immer freitags in die Wälder ziehen und Bäume pflanzen? Ich habe nämlich gerade gestern Abend im Internet gelesen, das Gros der Wissenschaftler weltweit würde darin übereinstimmen, dass so der Klimawandel zumindest aufgehalten werden könne. Zudem wurde im Netz Zuversicht geäußert, Umweltaktivistin Thunberg könnte diese Ansicht teilen. Im Wald würde auch bestimmt niemand Volksverräter rufen - außer vielleicht der Borkenkäfer.

  • 27
    32
    MPvK87
    11.10.2019

    Es ist gut zu wissen, eine neue Generation heranwachsen zu sehen, die für ihre Überzeugungen einsteht.

    Die Argumente der DDR-Nostalgiker oder sich noch in den 50er/60er des letzten Jahrhunderts (jahrtausends..) wähnende Typen können selbstverständlich in der Vergangenheit leben.
    Mich freut es zu wissen, der Zukunft gehört den jungen Menschen. Nicht den Ewiggestrigen. Schnappatmung hin oder her.

    Kurzfassung der Ewiggestrigen hier nachzulesen "mimimi unsere Lebensleistung wird in frage gestellt und die jungen Menschen sind so böse und nutzen technische Errungenschaften"
    Jedoch keine Argumente wie man den Klimawandel verzögern/stoppen kann.
    Letzteres versucht FFF mit Lea Gauglitz u.a. zu sensibiliseren. Und zeigen Lösungsvorschläge auf.
    Die Zukunft gehört dieser Jugend!

  • 39
    5
    Inke
    11.10.2019

    @Tauchsieder: Sie sprechen viele gute Aspekte an, die früher in der Tat nachhaltiger, aus heutiger Sicht "klimafreundlicher", gelebt wurden. Aber auch diese Jugendlichen werden ihr eigenes Handeln in Frage stellen, so wie es jeder tun sollte, um seinen Teil beizutragen. Es steht bei der Klimadebatte zweifelsfrei vieles konträr zueinander. Die Wille, die Schönheiten der Welt zu entdecken kollidiert mit dem schlechten Gewissen bei Flug-/Schiffsreisen. Modernes Konsumverhalten kontra Nachhaltigkeit. Wir als ältere Generation können unseren Teil beitragen, indem wir der Jugend auch vermitteln, was früher besser gemacht wurde. Es geht nur gemeinsam und mit einem gewissen Verständnis für einander. Die im Artikel genannten Beschimpfungen sind absolut unterste Schublade.

  • 40
    22
    Distelblüte
    11.10.2019

    tauchsieder: Der aufwändige Lebensstil, den Sie den Schülern zum Vorwurf machen, mit allen Möglichkeiten und Annehmlichkeiten, an die vor 50 Jahren nicht im Traum zu denken war, ist nicht in der Verantwortung der Schüler entstanden - die junge Generation und nicht zu vergessen wir selbst auch profitieren aber davon.
    Und genau diesen gedankenlosen Lebensstil auf Teufel komm raus (oder nach uns die Sintflut) möchte FFF nicht weiter mittragen, weil er in atemberaubendem Tempo die Ressourcen unseres Planeten verzehrt. Ihre Forderungen nach ressourcenschonendem, nachhaltigen Leben sind logisch, nachvollziehbar und alternativlos.
    Kein Schüler kann eine Fernreise bezahlen, die Hin- und Rückflug erfordert - das tun die Eltern. das Plastikspielzeug in den Kinderzimmern kauft wer? Nicht die Kinder. Es ist längst in den Köpfen vieler Menschen angekommen, zum Einkaufen einen Stoffbeutel oder ein Netz (gern selbstgehäkelt oder gestrickt) mitzunehmen, um auf Plastiktüten zu verzichten.
    Dass Jugendliche studieren wollen, können Sie niemandem vorwerfen - der Grundtenor vergangener Generationen hieß schließlich auch "das Kind soll was ordentliches lernen/studieren und es einmal besser haben als wir" - das sollten Sie sicher auch gehört haben.

  • 22
    31
    gelöschter Nutzer
    11.10.2019

    Dafür bin ich und viele andere bei AFD vranstaltungen auch schon als "Nazi" beschimpft worden.

  • 29
    31
    gelöschter Nutzer
    11.10.2019

    SEHR GUT GESCHRIEBEN, tauchsieder. Nicht DIE ÄLTERE GENERATION macht das Klima kaputt sondern die jüngere. Bei uns, besonders in der DDR wurde elektrogeräte noch repariert. Es ist. Immer einfacher mit den Fingern auf andere zu zeigen. Die Jugend sollte erst einmal anfangen ihren eigenen Lebensstil zu hinterfragen und zu ändern.

  • 42
    24
    Tauchsieder
    11.10.2019

    Die »Fridays-for-Future«-Bewegung hat die Jugend mobilisiert, aber vergessen, den eigenen Lebensstil ihrer Generation zu hinterfragen.
    Wie sieht es denn aus mit den Kindern & Jugendlichen in den 2010 `nern: Smartphone, Internet, Snapchat, Instagram, Facebook, Spiele-Konsole, PC, Notebook, Berge von Plastikspielzeug, ständig neue Markenklamotten, `zig Paare Turnschuhe, Fastfood, Einkauf im Supermarkt mit Plastiktüte und viel Verpackungsmüll, jeder hat sein eigenes Zimmer, Zimmertemperatur liegt bei 20 Grad und mehr, Flugreisen mit den Eltern, Fernreisen als Schulausflüge, jeder will -etwas mit Medien- studieren oder erst einmal -chillen- oder sich selbst verwirklichen.
    Und wie sah es in den 50` oder 60 `ziger Jahren aus. Mehrere Kinder teilten sich ein Kinderzimmer. Spielzeug gab es wenig und es war in der Regel nicht aus Plastik. Die jüngeren Kinder mussten teilweise die Kleidung der älteren auftragen. Im Haushalt wurde geholfen. Im Sommer halfen die Kinder bei der Ernte auf dem Feld. Gespielt wurde draußen. Gegessen wurde, was auf den Tisch kam. Eingekauft wurde auf dem Markt. Der Einkauf wurde im Netz transportiert usw. .
    Und nun, wessen ökologischer Fingerabdruck ist größer, wessen CO2-Bilanz widerspricht deutlicher den Forderungen der Klimaaktivisten?
    Übrigens, "Friday`s for Future" Bewegung ist doch mittlerweile Schnee von gestern, es geht noch viel radikaler "Extinction Rebellion"!



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