Mehr Platz für Tanks und Linien

Alles neu ist bei Alexandra Wermig, einer über Pausa hinaus bekannten Airbrush-Künstlerin. Sie eröffnet morgen ihre neuen Werkstatträume für ihre beiden Berufsfelder.

Pausa.

"Meine alte Werkstatt platzte aus allen Nähten", sagt Alexandra Wermig. Das ist für die Künstlerin eigentlich nichts Neues. "Ich hatte eigentlich immer zu wenig Platz zum Arbeiten, weil die Werkstatt so klein war", sagt sie. Und wenn mal Besuch gekommen wäre, Kunden oder etwa ein Kamerateam wie das vom MDR, hätte sie kaum Sitzplätze anbieten können.

Außerdem befand sich das alte Büro in einem anderen Gebäude, sodass noch nötige Wege hinzu kamen. "Das ging irgendwann nicht mehr", erinnert sie sich. "Wir haben lange überlegt und uns zum Neubau entschlossen." Mit "wir" meint sie vor allem ihren Ehemann. Denn er packte mit an, als es darum ging, die alte Scheune auf dem Grundstück hinter dem Haus wegzureißen.

Hier sollte das neue Geschäftshaus von "am airbrush design" entstehen. "Voriges Jahr im August haben wir angefangen", so die Pausaerin. Und jetzt, ein Jahr später, ist es fast fertig. "Alles ist jetzt beisammen", freut sie sich. Im Erdgeschoss befindet sich die Werkstatträume mit Zufahrt. Oben sind die Büroräume, das Atelier und die zweite Werkstatt. Denn: Alexandra Wermig ist auf zwei Berufszweige spezialisiert: Die traditionelle Fahrzeuglinierung und die Wandgestaltung.

Im Erdgeschoss empfängt sie die Oldtimer-Kunden, die zur Restaurierung ihrer Fahrzeuge kommen. Alexandra Wermig unterscheidet dabei Vorkriegs- und Nachkriegsfahrzeuge und damit verbunden zwei verschiedene Kundenkreise.

Woher die Kunden kommen? "Mein Einzugsgebiet ist deutschlandweit", sagt sie. "Es gibt nur fünf bis sechs Leute, die das hauptberuflich tun." Damit meint sie die Kunst der Linierung. Die könne man nur durch viel Übung lernen und immer mehr vervollkommnen.

In die neue Linierwerkstatt fällt viel Tageslicht durch die großen Fenster. Den Treppenzugang schmückt an der oberen Wand eine ganze Reihe von linierten Moped- und Motorradtanks. Die Kunst der Wandgestaltung, ihr zweites Standbein, hat Alexandra Wermig ebenfalls kreativ ins neue Haus einfließen lassen. Wie etwa im Foyer durch die Gestaltung in Rostoptik, welche von einem tatsächlich rostigen Fahrzeugschild unterstrichen wird.

"Vorher konnte ich nur eine Musterplatte zeigen", sagt die Pausaerin. Doch damit könne man kaum einen Kunden überzeugen. Dem Kontrast zwischen Altem und Neuem begegnet man im ganzen Haus. In der offenen Küche und in der von Licht durchfluteten Werkstatt, in welcher der große Arbeitstisch dominiert. Alte Lampen neben der zurückhaltenden Betonoptik, in welcher neben den Farben grau und hellbraun lediglich immer wieder ein leuchtendes Grün heraus sticht.

Erst vor kurzem hatte Alexandra Wermig übrigens im Pausaer Seniorenheim eine Innenwandgestaltung übernommen. Sie hat die Standesämter in Zeulenroda und Pausa innen gestaltet und war in der Berufsgenossenschaft Jößnitz tätig. Pausaer Faschingsfans kennen die Kunst von Alexandra Wermig besonders gut, denn sie gestaltet jedes Jahr passend zum Motto den Saal.

Zum Rundgang durch ihr neues Geschäftshaus "am airbrush design" in Pausa, Am Mühlgraben 6, lädt Alexandra Wermig morgen ab 14 Uhr ein.

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