Mindestlohn: Zoll prüft 26 Unternehmen um Plauen

Bundesweite Schwerpunktprüfung zur Schwarzarbeitsbekämpfung lief am Dienstag auch in der Region

Plauen.

Beamte des Zolls haben am Dienstag im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktprüfung zur Schwarzarbeitsbekämpfung 26 Firmen im Raum Plauen und in der Stadt kontrolliert. Insgesamt 15 Beamte waren in der Region im Einsatz und befragten 48 Personen. Das gab das zuständige Hauptzollamt Erfurt auf Anfrage der "Freien Presse" am Mittwoch bekannt.

In Plauen und im Vogtland wurden Spielotheken, Friseursalons, Bäckereien, Massagesalons und Sonnenstudios auf die Einhaltung des Mindestlohns nach Mindestlohngesetz überprüft. Zum 1. Januar 2020 stieg der Mindestlohn in Deutschland von 9,19 Euro auf 9,35 Euro.

Bei der Prüfung gab es nach der bisherigen Auswertung der Zollbeamten zwei Beanstandungen. In einem Unternehmen kontrollierten die Beamten einen ausländischen Mitarbeiter, der jedoch nur eine Duldung vorweisen konnte. Da er unter diesem Status nicht hätte arbeiten dürfen, wurden gegen ihn und den Unternehmer Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, erklärt Holger Giersberg, Pressesprecher des Hauptzollamts Erfurt. Der Fall wurde der Ausländerbehörde in Plauen gemeldet. In einer anderen Firma bestehe der Verdacht, dass der befragte Mitarbeiter nicht den ihm zustehenden Mindestlohn erhalte. Dieser Fall wird derzeit noch geprüft. Der Zoll führt regelmäßig bundesweite Schwerpunktprüfungen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit durch. Die Kontrolle war den betreffenden Firmen im Vorfeld nicht angezeigt worden. (nij)

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    Cleaner1955
    23.01.2020

    Völlig in Ordnung.
    Es müssen alle Gesetzte durch die entsprechenden Behörden kontrolliert, durchgesetzt und geahndet werden.
    Dem Staat gehen durch Schwarzarbeit Milliarden verloren und dies kann und darf nicht sein!
    Dieses muss aber für alle Bürger gelten und dabei dürfen keine Ausnahmen gemacht werden1



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