Narren dürfen im Burgkeller gratis feiern

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Am Aschermittwoch gab eine Abordnung vom Elsterberger Faschings-Club (EFC) traditionell den Rathausschlüssel zurück. Im Gegenzug erhielt sie eine schriftliche Zusage der besonderen Art.

Elsterberg.

Die Abteilung für Spezialeffekte im Elsterberger Rathaus hatte einiges vorbereitet. Stadtoberhaupt Sandro Bauroth (FDP) zog den Schlüssel coronakonform vom Balkon des Rathauses an einem am Seil befestigten Korb nach oben. In umgekehrter Richtung nahmen die Regenten auf Zeit das am 11. November vorigen Jahres vom EFC übergebene Speckfettbrot entgegen. Die "schmierige Schimmelschicht" auf den Bemmen war nicht zu übersehen. Aus Sicht des Bürgermeisters der eindeutige Beweis für strenge Enthaltsamkeit in schwierigen Zeiten. In den vergangenen Wochen habe die Verwaltung wegen der ohnehin klammen Stadtkasse den Gürtel enger schnallen müssen. Deshalb gab es auch keine Piepen ins Portemonnaie der Narren.

Dennoch ging der EFC, der in dieser Saison keine Einnahmen hatte, an diesem Tag nicht leer aus. Von oben seilte der Verwaltungschef einen weiteren Überraschungs-Korb ab. Die Spaßraketen des EFC freuten sich über eine schriftliche Zusage für die kostenlose Nutzung des Elsterberger Burgkellers. Dort können sie es für weitere fünf Jahre ordentlich krachen lassen. Obendrauf gab es vom Bürgermeister eine Einladung zum Grillen. Elferratspräsident Thomas Schurich nahm den Ball auf und kündigte postwendend eine Sommerfaschingsfete an. Wann und wo die Party steigt, ist noch offen. Damit will sich der Faschingsclub schon mal auf seine 55. Saison einstimmen. Für dieses Schnapszahl-Jubiläum wird übrigens noch ein Prinzenpaar gesucht.

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