Parteichef: "Verhindert Flächenfraß"

Tierschüter gegen neues XXL-Gewerbegebiet

Plauen/Posseck.

Jürgen Wunderlich aus Plauen, Landesvorsitzender der Tierschutzpartei Sachsen, hat sich gegen Pläne des Vogtlandkreises für ein XXL-Gewerbegebiet bei Posseck ausgesprochen. Seine Bitte an Bewohner: "Verhindert diesen Wahnsinn des Flächenfraßes in eurem Landstrich, organisiert euch zum Widerstand."

Wunderlich: "Es ist nicht zu fassen, da werden die Stimmen immer lauter, die verlangen, dass ein Umdenken in Bezug auf Tierschutz, Artenvielfalt, Umwelt und Klima stattfinden muss, und dann wieder so etwas!" Während in den Städten nach wie vor Industriebrachen verfallen, betoniere man in der Natur langsam alles zu. Bereits heute müsse er bei Wanderungen um Plauen herum riesige Gewerbegebiete und Konsumtempel ertragen: Oberlosa, Neuensalz, Treuen, Oelsnitz.

Torsten Kleditzsch

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Das Landratsamt hat die Pläne für Posseck bisher weder bestätigt noch dementiert. Laut Marion Päßler, Leiterin des Amtes für Wirtschaft und Bildung, gab es Kontakte mit Grundstückseigentümern. Konkrete Ansiedlungspläne für Posseck gebe es aber nicht. Päßler: "Der Vogtlandkreis beabsichtigt mit den Kommunen, wie bereits mehrfach kommuniziert, die Ausweisung neuer Gewerbegebiete." Im Possecker Gemeinderat war von einem Areal von 50 Hektar die Rede. Zum Vergleich: Das Oelsnitzer Industriegebiet Neue Welt ist 36 Hektar groß. (hagr/us)

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
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    Tauchsieder
    20.04.2019

    Und wie steht im Landesentwicklungsplan von Sachsen geschrieben, der Flächenverbrauch soll bis 2020 deutlich gesenkt werden. Gehandelt wird aber nach dem Motto - Was stört mich mein Geschwätz von gestern -.
    In Posseck wahrscheinlich 50 ha !
    Demnächst bei Oberlosa zu dem Vorhandenen zusätzliche 20 ha !
    Plauen geht das Gebiet neben der Syrau - Kauschwitzer Heidelandschaft, einem Naturschutzgebiet, nicht aus dem Kopf. Da kämen etliche Hektar oben drauf !
    Und das ist bei weitem noch nicht alles, da wäre noch Triebel, Oelsnitz, Pausa, Mühltroff usw. zu erwähnen. Von der Verspargelung der Landschaft mit diesen "Ventilatoren" ganz abgesehen.
    Auf der einen Seite über CO²-Steuer schwadronieren, Dieselfahrverbote verhängen, Braunkohletagebaue schließen, auf der anderen Seite eine gigantische Flächenversieglung.



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