Plamag-Archiv zieht um: Industriekultur wird bewahrt

Für den Plamag-Verein wird am alten Standort demnächst Schluss sein. Doch die Traditionspflege soll nicht sterben.

Plauen.

Ende November muss er raus, der Plamag Traditionsverein - aus dem Gebäude am Stadtwald, das seinen Mitgliedern teils Jahrzehnte berufliche Heimat war. Seit 2015 beherbergte der Verein das umfangreiche Archiv des kurz zuvor abgewickelten einst so bedeutsamen Plauener Druckmaschinenherstellers.

"Wir werden die Tradition unserer Stadt aber nicht sterben lassen", sagte Bürgermeister Steffen Zenner (CDU) im jüngsten Kulturausschuss des Plauener Stadtrates. Dort hatte Udo Meier seinen 74 Mitglieder zählenden Verein vorgestellt, Norbert Siegert berichtete anhand umfangreichen Film- und Fotomaterials über die bewegte Geschichte der Plamag, die nach dem Krieg aus der Vomag hervorgegangen war. Zenner versicherte, dass das Vereinsarchiv zunächst im neu gestalteten Komturbereich des Vogtlandmuseums und später im Haus an der Hofwiesenstraße 7 untergebracht würde.

Letzteres sei eigens für die Präsentation verschiedener Aspekte der Plauener Industriekultur vorgesehen. Im Jahr 2016, so Zenner, sei das Gebäude für 30.000 Euro vom Alteigentümer durch die Stadt erworben worden. Vor Ort sei noch viel zu tun, räumte der Bürgermeister ein.

Bauchschmerzen machten derzeit noch die Lagerung und der Transport einer Druckmaschine von 1933, die bis Mitte der 1980er- Jahre im Einsatz gewesen sei. Momentan steht sie in einer Vorhalle der früheren Plamag. "Sie ist extrem schwer", so Vereinschef Meier. Und die Deckenhöhen von infrage kommenden Räumlichkeiten seien meist zu niedrig für einen Kran.

Das nächste Treffen der Plamagianer ist für 2021 geplant. Infos und Kontaktdaten unter:www.plamagianer-treffen.de

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