Plauener Revier wird aufgestockt

Sachsens Innenminister war gestern zu Gast bei der "Freien Presse". Roland Wöller will mehr Polizisten ins Vogtland schicken. Doch wie viele?

Plauen.

Die Polizei im Vogtland wird verstärkt - aber die Kommunen müssen auch selbst mehr für ihre Sicherheit tun. So lautete gestern die Grundaussage von Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) bei seinem Besuch in der Plauener Lokalredaktion der "Freien Presse". Die wichtigsten Themen, die dabei zur Sprache kamen:

Polizeireviere: Das Plauener Polizeirevier wird ab Mitte des kommenden Jahres für mehr als 10 Millionen Euro saniert und ausgebaut. Das Gebäude ist marode, die Sanierung dringend nötig. Warum erfolgt sie erst so spät? Wöller: "Das ist kein Problem des Geldes." Es fehle aber an Personal im Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB), das solche Sanierungen koordiniert. Die anderen Reviere im Vogtland seien in ihrem Bestand gesichert.

Personal: In Sachsen sind laut Wöller ab 2019 mehr Polizistenstellen geplant, vor allem für Streifendienst und die Kriminalitäts-Bekämpfung. Wöller: "Es ist davon auszugehen, dass es maßgeblich auch Plauen betrifft." Doch wie viele Polizisten kommen genau? Eine konkrete Zahl nannte er auf Nachfrage nicht.

Wachpolizei: Seit zwei Jahren verstärken Wachpolizisten nach einer dreimonatigen Ausbildung die Reviere im Vogtland. Diese Möglichkeit läuft 2020 aus. Ob das Projekt Wachpolizei verlängert wird, steht laut Minister noch nicht fest. Doch selbst wenn - eine Dauerlösung ist es wohl nicht. Wöller: "Die Wachpolizei wird endlich sein."

Städte sollen ran: Nicht nur die Polizei, auch die Kommunen sollen mehr für die Sicherheit tun. "Sie könnten die Jugend- und Sozialarbeit stärken." Dafür sollen die Städte und Gemeinden Unterstützung bekommen. Ob die vogtländischen Städte bislang zu wenig machen, sagte der Minister so konkret zwar nicht. Allerdings: "Da ist Luft nach oben."

Ländlichen Raum stärken: Das Aus für den Hochschulstandort Reichenbach wurde von vielen in der Region auch als Bedeutungsverlust für den ländlichen Raum im Vogtland gewertet. Will die Landespolitik gegensteuern und bedeutende Bildungseinrichtungen oder Ämter im Vogtland ansiedeln? Der Minister schloss das zwar nicht kategorisch aus, hielt den Ball aber betont flach: "Ich werde keine Versprechungen machen, die man nicht halten kann."

Alkoholverbot: Rund um den Plauener Postplatz gilt seit Mai ein Alkoholverbot. Allerdings gibt es räumliche und zeitliche Einschränkungen. Mit dem neuen sächsischen Polizeigesetz, über das der Landtag Anfang 2019 abstimmen soll, könnte sich das ändern. Plauen hat dann mehr Möglichkeiten, die Alkoholverbotszone auszuweiten - zum Beispiel auf den Theaterplatz. (mit em)

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