Plauener Syratal: WC und Babyraum sind in Sicht

Der Freizeitanlagen-Betreiber sagt: "Endlich soll sich was tun."

Plauen.

Michael Hochmuth, der Betreiber der Freizeitanlage im Syratal, gehört zwar keiner Partei an. Über den Vorstoß der Plauener AfD-Fraktion in Sachen Toilettenneubau für seinen Besuchermagneten freut er sich trotzdem. "Endlich soll sich was tun", so Hochmuth.

Wie Mirko Rust (AfD) im jüngsten Finanzausschuss des Plauener Stadtrates den Antrag der Fraktion begründete, bestehe dringende Notwendigkeit für Toiletten und einen Wickelraum. Letzterer existiert auf dem Gelände überhaupt nicht. "Kleinkinder müssen im Büro der Parkeisenbahn gewickelt werden", führte Rust aus. Diesen Zustand bestätigte Hochmuth auf Nachfrage von "Freie Presse". Auf der Festwiese, wo nun eine Anlage entstehen soll, finden mehrere Veranstaltungen im Jahr statt, oft mit über 1000 Gästen, die stundenlang vor Ort sind. Dass dort keine Sanitäranlagen vorhanden sind, sondern nur am Eingang zur Freizeitanlage, zu dem man nur mit der Kleinbahn gelangt, nennt die AfD "Rückfall ins Mittelalter".

Dass der Zustand grundlegend verbessert werden müsste, sei ihm bekannt, so die Reaktion von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP). Doch es dürfe keinen Schnellschuss geben. Ob und wann Toiletten und Wickelraum kommen, hängt laut Peter vom Hagen, Chef der städtischen Gebäude- und Anlagenverwaltung, von erst noch zu ermittelnden Kosten ab. Vor dem Jahr 2021 könne der Bau wohl nicht im Haushalt berücksichtigt werden.

Die AfD gab indes zu bedenken, dass die 900-Jahr-Feier Plauens nicht mehr weit und dann mit noch mehr Besuchern zu rechnen sei. In diesem Jahr zählte die Anlage im Syratal laut Hochmuth rund 119.000 Besucher. (sasch)

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