Rustikales Blockhaus nahe Mehltheuer eingeweiht

Rosenbach ist um eine Attraktion reicher. Wanderer und Ausflügler finden bei einer Rast nun Unterschlupf und Schutz vor Sonne und Regen. Der Bau selbst war aufwändig.

Mehltheuer.

Wanderfreunde und Ausflügler haben sie schon erkundet, jetzt wurde die neue Blockhütte nahe Mehltheuer auch offiziell eingeweiht. Am sogenannten Fröbersgrüner Flügel stehend, bietet sie Schutz vor Regen oder Sonne und hat genügend Sitzplätze im Inneren. Gebaut hat das Bauwerk mitten im Wald der Sachsenforst.

Stehen im Vogtland schon einige dieser Blockhäuser, wie etwa im Revier Eich in den Waldteilen Rodewisch und Schreiersgrün, im Revier Tiefenbrunn und im Forstbezirk Adorf in Bad Elster, ist es für das Revier Plauen die erste Hütte.

Das Besondere des Rosenbacher Blockhauses ist der hölzerne Drache am Giebel. "Den hat Uwe Hempel, Revierleiter im Werdauer Wald, ausgesägt", berichtete Forstbezirksleiter Bert Schmieder, der die Hütte einweihte. Der Drache schlägt den Bogen zur Syrauer Drachenhöhle, die nicht weit entfernt ist. Und: "Mit der Blockhütte wollen wir unseren Beitrag leisten und hoffen, dass sie rege genutzt wird." Er empfahl, mit den Händen mal übers Holz zu streichen und den Geruch des Holzes im Inneren aufzunehmen.

Groß war auch die Freude bei Michael Frisch, Bürgermeister von Rosenbach. "Wir sind froh, wenn es Engagement gibt, welches unser Rosenbach schöner macht", meinte er. Die Leute hätten schon vor längerer Zeit angefragt, was denn da gebaut werde, das Interesse sei groß. "Etwas Tolles ist entstanden." Heike Löffler vom Fremdenverkehrsverein Rosenbach meinte: "Am allermeisten freut mich, dass die Idee nicht von mir kam." Und dass an die ganze Region gedacht werde. Von einem Highlight im Vogtland sprach Bärbel Borchert vom Tourismusverband Vogtland. "Das Vogtland ist eine Wanderregion. Die Standorte der Blockhäuser würden wir gerne in unser Portal mit aufnehmen."

Michael Huster, Michael Borynsky und Hartmut Küntzel vom Revier Werdauer Wald haben die Blockhütte aus Fichtenholz in vier Monaten Bauzeit errichtet. Umfangreiche Vorarbeiten waren im Vorfeld notwendig. Über 40 Stämme mit einem Durchmesser von 25 bis 30 Zentimeter hatten die Waldarbeiter im Revier Leubnitz, zugehörig zum Werdauer Wald, im Winter einzeln ausgewählt und gefällt. "Für eine Hütte mit zirka zwölf Quadratmeter Innenfläche werden über elf Kubikmeter Holz benötigt", erklärte Ines Bimberg, Waldpädagogin bei Sachsenfort. "Jeder Stamm muss individuell angepasst und nummeriert werden, damit der Aufbau an Ort und Stelle passgenau funktioniert."

Es wurden bewusst keine Abfallbehälter aufgestellt, um an die Bevölkerung zu appellieren, ihren Müll nicht im Wald zu entsorgen. Der Blockhausbau kostete Sachsenforst zirka 20.000 Euro.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...