Schöneck plant Sommerrodelbahn

Welche touristischen Bauvorhaben sind geplant oder stehen kurz vor der Ausführung? Die städtische Dienstleitungs- und Tourismus GmbH hat dazu jetzt eine detaillierte Präsentation abgeliefert.

Schöneck/Muldenberg.

Für eine Sommerrodelbahn, die die Bikewelt weiter ganzjährig aufwerten soll, steht die Wirtschaftlichkeitsprüfung an. Auf 1,8 Millionen Euro ist das Vorhaben veranschlagt. Der Alpin Coaster hat sich in zahlreichen Skigebieten bewährt. Pro Stunde können 500 Personen befördert werden - bei geringen Personal- und Wartungskosten. Aktuell gibt es ihn unter anderem am Ochsenkopf im Fichtelgebirge und in Gelenau.

Es ist eines von zahlreichen Projekten, an denen Schöneck arbeitet. Auf Antrag der Stadtratsfraktion der Freien Wähler wurden mehr als zwei Dutzend Vorhaben im Technischen Ausschuss vorgestellt. Michael Hecht, Geschäftsführer der stadteigenen Dienstleitungs- und Tourismus GmbH (DLT), hatte dazu eine detaillierte Präsentation vorbereitet. Denn Schöneck will in den Tourismus investieren. "Wir müssen das Niveau halten", so Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU). "Sonst gehen in der Stadt einige Lichter aus", warnte CDU-Fraktionsvorsitzender Sven Baumann.

Erste Planungen gibt es für einen ganzjährig nutzbaren Loipenpark mit einer Runde für Inline-Skater. Kosten: rund 2,4 Millionen. Das Areal am Meiler soll mit fünf Tiny-Häusern aufgewertet werden, Mini-Ferienhäuser auf Rädern. Die erste Grobkostenplanung liegt bei rund 320.000 Euro.

Ausgeschrieben ist die Planung eines Moosmann-Sagenweges vom Ifa-Ferienpark in die Stadt, speziell für Kinder und ausgestattet mit acht bis zehn Stationen. Er soll rund 100.000 Euro kosten, gefördert zu 80 Prozent. 145.000 Euro sind für 45 neue Wohnmobil-Stellplätze am Parkhaus geplant.

In der Diskussion ist auch ein Kühlturm für die künstliche Beschneiung der Skiwelt. Mit der Anlage soll das Wasser für die Schneekanonen abgekühlt werden, um effektiver beschneien zu können. Im Gespräch ist auch der Bau eines weiteren Staubeckens für ausreichende Wasserreserven.

Mit rund 220.000 Übernachtungen im Jahr und über 200.000 Tagestouristen liegt der Bruttoumsatz im Tourismusmusbereich in Schöneck laut Hecht bei 26 bis 28 Millionen Euro. Zu den rund 1300 Gästebetten sollen zum Jahresende mit der neuen Jugendherberge 140 dazu kommen. Bürgermeisterin Suplie sagt aber auch: "Ein Problem ist die Gastronomie." Schöneck bietet zwar allein rund 120 Kilometer Wanderwege und neun Bike-Routen zwischen 15 und 48 Kilometern Länge, aber in den Ortsteilen gibt es mit Ausnahme von Kottenheide inzwischen keine Gaststätten mehr.

Noch kein Konzept gibt es nach den Worten der Bürgermeisterin für die Umgestaltung des Stadtparks, obwohl die Stadt dafür einen Ideenwettbewerb veranstaltet hatte. Für das seit 2008 geplante Dorfhaus im Ortsteil Gunzen liegt zwar die Baugenehmigung samt Auflagen für künftige Veranstaltungen vor, aber noch gibt es keine Förderung.

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