Schokoherzen als Dank für die tägliche Arbeit

Einmal so ein Dankeschön außer der Reihe zu erhalten, das ist für viele Menschen eher ungewöhnlich. Genau das kann man derzeit in Plauen erleben.

Plauen.

Die Aktion der Plauener Michaelis-Kirchgemeinde versetzt so manchen ins Staunen. Schließlich ist es eher unüblich, jemandem zu danken, der seine alltägliche Arbeit verrichtet. So geschehen beispielsweise am Samstag im Elster-Park. "Wir haben das Jahr der Dankbarkeit", sagt Silke Dämlow von der Kirchgemeinde, deren Anlaufstelle die Versöhnungskirche am Chrieschwitzer Hang ist. "Uns ist es wichtig, dass wir uns bei Leuten, die selbstverständlich da sind und ihren Dienst tun, zu bedanken." Das betreffe vor allem Menschen, deren Arbeit in der Gesellschaft oft nicht die eigentlich verdiente Anerkennung erhält.

Von den Marburger Medien, einer christlichen Stiftung, hat sich die Plauener Kirchgemeinde für fünf Tage das auffallend orangefarbene Smart-Mobil ausgeliehen, welches in diesem Jahr in ganz Deutschland unterwegs ist. Keine Frage, damit fällt man auf. Am Samstag stand das Auto im Foyer des Elster-Parks. Dazu ein Info-Stand der Michaeliskirche. Wer wollte, konnte auf die Blätter einer bunten Papierblume schreiben, wofür er in seinem Leben dankbar ist. Ziel sollte sein, dass die Menschen erkennen, das es viele Gründe gibt, für etwas im Leben dankbar zu sein.

Mit Dankeschön-Karten, auf welchem ein Schokoherz befestigt und ein Text über das Danken zu lesen war, wandten sich Silke Dämlow und weitere Gemeindeglieder direkt an die Verkäuferinnen und Mitarbeiter im Center. Wie die Reaktionen waren? "Von Freude über Nüchternheit bis: Das hat mir noch niemand gesagt", so Dämlow. Durchweg alle hätten den Dank positiv angenommen. "Gott sei Dank. Das sagen viele ja auch unbewusst als eine Redewendung und meinen es gar nicht so. Deshalb sagen wir: Nimm's doch wörtlich."

Gestern waren die Christen der Michaelis-Kirchgemeinde bei der Plauener Tafel, in einer Schule, im Bauhof und in der Kapelle des Helios-Klinikums, um Menschen für ihren Dienst zu danken. Heute sind sie bei der Müllabfuhr, bei der Wohnungsbaugesellschaft und dem Immobilienservice Plauen, die für die Grünanlagenpflege in der Stadt verantwortlich ist, sowie im Pflegheim. Morgen wird mit dem Smart noch das Jobcenter angesteuert. Zudem können Gemeindemitglieder selbst Danke-Karten persönlich etwa an ihren Bäcker, Zahnarzt oder Friseur verteilen.

Nahezu 80 Herz-Karten haben die Christen am Samstag verteilt, insgesamt kann mit den Karten über 2000 Menschen Danke gesagt werden.

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