Schüler gehen im Finale an ihre Grenzen

Sieben Grundschulen absolvierten am Freitag die Vogtland-Endrunde der 11. Risiko-Raus-Tour. Die Gewinner siegten nicht zum ersten Mal.

Oelsnitz/Plauen.

Fitness macht selbstbewusst. Und Bewegung macht agil. Einher geht die feinmotorische Befähigung mit geistiger Leistungsfähigkeit. Wer im Alltag vor Tatendrang strotzt, dem widerfahren statistisch gesehen viel weniger Unfälle, weil er sich vorsieht und mitdenkt. Genau diese wissenschaftliche Erkenntnis ist seit 2010 die Basis der Risiko-Raus-Tour. Am Freitag fand in der Oelsnitzer Sporthalle das Vogtlandfinale statt. Die besten von ursprünglich 460 Grundschülern traten gegeneinander an. Im Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich die Grundschule (GS) Neundorf (67 Punkte) gegen die Karl-Marx-Grundschule Plauen (63) durch. Die Vorjahressieger der GS Rosenbach (56) verpassten diesmal um Haaresbreite den dritten Platz, den sich die GS Netzschkau (57) sicherte. Nicht weniger stolz dürfen die Lehrer und Eltern der Grundschulen Lengenfeld, Markneukirchen und Oelsnitz sein. Diese Teams belegten die Plätze vier bis sieben. Insgesamt traten 42 Schulen des Vogtlandkreises an.

Sportlehrerin Angela Seidel (63) kennt sie noch, die Zeit als Adi im Kinderfernsehen der DDR Sonntagfrüh "Mach's mit, mach's nach, mach's besser!" moderierte. Genau diese Staffelwettbewerbe waren seinerzeit unglaublich beliebt. Ganz nebenbei wurde eine ganze Generation auf spielerische Art und Weise geschult. Eventorganisator Andreas Plaul erklärt den Anspruch: "Unter Druck müssen die Kinder bei uns wie früher durch den Geschicklichkeitsparcours. Es gibt zehn Runden. Die Kids müssen also als Team zusammenarbeiten und an ihre Grenzen gehen. Aber sie dürfen nicht übertreiben und nur wenige Fehler machen, weil das sonst Punkte kostet." Unter dem Motto "Augen auf und Kopf einschalten" will die Unfallkasse Sachsen so die Kinder fit machen für den Alltag. Das klappt gut. Natürlich hat man in der Grundschule Neundorf trainiert. Die zwölf besten Grundschüler schafften den Sprung in die Schulauswahl. Und es gab sogar Ersatzleute. "Wir sind schon zweimal Vogtlandsieger geworden. Und einmal haben wir sogar das große Sachsenfinale gewonnen", erzählte Seidel ihren Kindern. Die strengten sich unglaublich an. Zusammen mit Helfermama Cornelia Volkmar motivierte und tröstete die Sportlehrerin jedes Teammitglied. So lief es übrigens in allen sieben Mannschaften. Die Disziplin in der Oelsnitzer Sporthalle war bemerkenswert.

Zur elften Auflage der Risiko-Raus-Tour ging es auch um die Qualifikation für das Regionalschulamtsfinale am 29. Januar 2020. "Die ersten Vier dürfen dort starten. Und die Grundschule Neundorf vertritt das Vogtland außerdem zum Sachsenfinale", berichtete Andreas Plaul.

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