Schutzgebiet verhindert Windräder

Amtsleiter erhält Applaus von Bürgerinitiative

Plauen.

Beifall gab es für Tobias Pohl, Umweltamtsleiter der Kreisbehörde, nach einem Auftritt im Plauener Stadtbau- und Umweltausschuss. Mitglieder einer Bürgerinitiative hatten zuvor seinen Vortrag zur Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes (LSG) "Taltitz - Unterlosaer Kuppenland" verfolgt. Ihre Hoffnungen, mit der geplanten Ausweisung des LSG Windkraftanlagen zu verhindern, erhielten neue Nahrung. "Bisher vorliegende Daten würden einen Windkraftpark nicht ermöglichen", sagte Tobias Pohl. In seiner Präsentation zeigte er die Landschaft mit Kuppen, Teichen, Bächen und schwärmte vom 1167 Hektar großen Areal. "Wir wollen überzeugen, dass es um wertvolle Gebiete geht, die es zu erhalten gilt."

Im laufenden Verfahren soll nach Paragraf 20 des Bundesnaturschutzgesetzes das Netz verbundener Biotope gestärkt werden. 38 Träger öffentlicher Belange wurden von der Kreisbehörde angeschrieben, 24 äußerten sich. "Die meisten gaben eine positive Stellungnahme ab", erläuterte Pohl den Sachstand. Wegen der Entwässerung am Industriestandort Oberlosa und wegen einiger bebauter Areale im geplanten LSG-Raum sollen Flächen offenbar noch ausgegrenzt werden. Pohl hofft auf Umsetzung der Pläne bis Sommer 2020.

Ausschussmitglied Dieter Rappenhöner drängte allerdings zur Eile. Falls jetzt ein Investor käme und die Vorgaben erfüllt, gebe es keine Handhabe für eine Ablehnung von Windkraftanlagen. (ur)

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Tauchsieder
    13.11.2019

    Das ist nur die halbe Wahrheit, zum größten Teil hat man dies der BI in Meßbach zu verdanken und dem Umwelting.-Büro, dass die BI dort engagiert hat. Das die Aussage von Hr. Pohl so nicht haltbar ist, davon kann man im FFH-Gebiet - "Grünes Band", an der ehemaligen innerdeutschen Grenze sich einen Eindruck verschaffen. Dort steht ein "Spargel" am anderen. Hätte man verhindern können nur, wenn die Anwohner sich dies bieten lassen, dann müssen sie auch damit leben.
    Kopfschütteln ruft natürlich die Aussage des Hr. Rappenhöner hervor, eines Mitarbeiters eines Planungsbüros und ehemaligen Vorsitzenden des BUND "Elstertal". Sein Arbeitgeber, dass Planungsbüro Sporbeck&Froehlich, hat doch vor nicht allzu langer Zeit einen herben Dämpfer vorm EuGH in Straßburg bekommen. Sie hatten bei der Planung der "Waldschlössschenbrücke" in Dresden auch den Schutzstatus der "Elbwiesen" außer Acht gelassen, mit dem bekannten Ergebnis das dies illegal war. Er muss sich doch nur die Begründung zu diesem Beschluss des EuGH durchlesen und sollte dies dann mit seiner hier getätigten Aussage vergleichen. Ob schnell, oder langsam, hier ist es nicht möglich nach derzeitiger Gesetzeslage einen Windpark zu errichten. Dank der BI von Meßbach und dem Umweltgutachten des Planungsbüros konnte hier schlimmeres verhindert werden.



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