Sárközy verzeiht seinen Gegnern

Würdevoller Abschied für Plauens Baubürgermeister

Plauen.

"Also, mir fehlen fast die Worte." Plauens scheidender Baubürgermeister Levente Sárközy zeigte sich am Dienstag in der Festhalle überrascht und gerührt vom freundlichen Abschied, den ihm Stadträte und Oberbürgermeister beschert haben. Mit CDU-Fraktionschef Jörg Schmidt überreichte ihm jene Fraktion als erste Blumen, die Sárközy am meisten kritisiert hatte. Auch andere Fraktionen folgten. Die Linke überreichte dem Bauexperten aus Budapest ein Geschenk, für die Fraktion SPD/Grüne/Initiative Plauen kam Stadträtin Juliane Pfeil in letzter Minute mit einer Präsentschale in den Saal gerannt, die sie Levente Sárközy in die Hand drückte.

"Auch ich möchte mich bedanken", sagte OB Ralf Oberdorfer (FDP) und fand die passenden Worte. Sárközy arbeite nach wie vor engagiert für die Stadt, "daran hat sich nichts geändert". Er hoffe, wünsche und rechne auch damit, dass seine Berufslaufbahn Fortsetzung findet. "Es sind Mandate auf Zeit", die OB und Fachbürgermeister ausüben, merkte Ralf Oberdorfer an und wandte sich an den Stadtrat: "Ich danke allen, dass es heute so würdevoll lief."

Sárközy unterlag bei der Baubürgermeister-Wahl am 5. Mai der bislang ihm unterstellten Fachbereichsleiterin Kerstin Wolf, die am 1. September seine Nachfolge antreten wird. "Plauen hat mein Berufsleben geprägt", sagte Sárközy. Er sei vielen dankbar: den Mandatsträgern, die ihm "anfangs folgten, später weniger", Verwaltung, OB, "normalen Menschen". Er habe "kräftezehrende Gegner" gehabt. "Denen verzeihe ich an dieser Stelle." (ur)

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