Talsperre Pöhl: Freizeitgarten soll Vorzeige-Garten werden

Die Liegewiese Jocketa soll zur Strandpromenade ausgebaut werden. Besonders der maroden Spielfläche geht es an den Kragen. Andere Pläne dagegen hängen in der Schwebe.

Pöhl.

Überaltet, verfallen, marode: So sieht es im Freizeitgarten an der Liegewiese Jocketa, Talsperre Pöhl, an vielen Ecken und Enden aus. Das soll bald ganz anders werden: Baut der Talsperren-Zweckverband die Liegewiese zur lang ersehnten Strandpromenade aus, sollen statt Beschwerden nur noch Jubelrufe aus dem Freizeitgarten kommen. Das war während der jüngsten Versammlung des Verbands zu erfahren. Doch für ein Strandcafé und neue WCs sieht es nicht so rosig aus - wenn es nach dem Zweckverband geht.

"Der Zustand an Rad- und Wanderweg im Bereich Liegewiese wird bemängelt und regelmäßig kritisiert", sagte Verbandsgeschäftsführerin Mariechen Bang. 2,3 Millionen Euro soll die Umgestaltung kosten, die zur 2016 beschlossenen Entwicklungsstrategie Talsperre Pöhl gehört - abgenickt von Dachorganisationen des Landestourismusverbandes, dem Tourismusverband Vogtland und dem Referat Tourismus im sächsischen Wirtschaftsministerium. Eine neue Slipanlage für Wasserwanderer gibt es in Jocketa seit diesem Jahr bereits. Das ist nicht alles, was geplant ist: 36 Stellplätze direkt am Wasser unter den Namen "Reisemobilhafen Talsperre Pöhl" oder eine Wasserwanderlandschaft mit kleiner Marina.

Mit anderen Dingen, die der Verband zu gern errichten würde, gibt es aber Probleme: "Es gibt keine Fördermittel für ein Strandcafé oder sanitäre Anlagen", erklärte Mariechen Bang. Außerdem gehöre dem Verband das Grundstück nicht, er sei nur Pächter. Eigentümer sei nach wie vor die Gemeinde Pöhl. Ursprünglich hatte der Verband das Flurstück erwerben wollen. Wer ihre weiteren Pläne vor Ort zerschießt, ist für Mariechen Bang klar: "Wir bauen dort, wo unser Partner mitmacht", piekste sie in Richtung Gemeinde. "Vielleicht baut Pöhl ja selbst eine sanitäre Anlage."

Ein Antrag auf Fördergeld laufe bereits, so die Geschäftsführerin weiter. Zunächst hat der Verband erst einmal beschlossen, die Planungen weiter voranzutreiben - und entsprechende Leistungen in Höhe von 480.000 Euro ans Ingenieurbüro Pfaff aus Falkenstein vergeben. Klappt es mit eine Geldspritze, soll es 2019 mit einem Umbau an der Liegewiese losgehen.

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