Umbaupläne für die alte Schule stoßen in Großfriesen auf Kritik

Die im Gemeindezentrum an der Falkensteiner Landstraße untergebrachte Kindertagesstätte soll zusätzliche Räume bekommen, die Vereine sollen in den Keller ziehen. Aber der Platz scheint nicht auszureichen.

Plauen.

Auch wenn in der Großfriesener Ortschaftsratssitzung am Mittwochabend im Gemeindezentrum an der Falkensteiner Landstraße immer wieder beteuert wurde, wie wichtig die Kindertagesstätte im Ortsteil sei, konnte eine Einigung über eine neue Raumaufteilung im Zuge eines Umbaus in dem 114 Jahre alten Haus noch nicht erzielt werden. Es besteht noch Klärungsbedarf.

Derzeit nutzt der Heimatverein Räume in der obersten Etage der ehemaligen Schule. Weil der Platz für die 41 Mädchen und Jungen der Kita Marienkäfer eine Etage tiefer knapp ist und ein Personalraum sowie ein Therapieraum für integrative Kita-Plätze geschaffen werden sollen, sieht der städtische Planvorschlag einen Umzug des Vereins in den Keller vor. Die Kita könnte dann das oberste Stockwerk mitnutzen. In den Keller sollen auch die Kleintierzüchter ziehen. Aber dort könnte es dann eng werden, wie in der Sitzung mehrfach zu hören gewesen ist. Dass der Heimatverein dort alles unterbekommt und auch noch eine Heimatstube betreiben kann, wurde angezweifelt.

"Wir könnten Garagen außerhalb des Gebäudes mieten", hat der für Sport, Soziales und Kultur zuständige Bürgermeister Steffen Zenner (CDU) deshalb vorgeschlagen. Wenn es nur um die Lagerung ginge, könnte die Stadt auf diese Weise helfen. Das würde im Museum auch so gehandhabt und das wäre auch finanziell zu verkraften fürs Rathaus. Dann wäre im Keller mehr Raum.

Den genauen Platzbedarf zu ermitteln und der zuständigen Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV) mitzuteilen, darum hat Dina Wolf die versammelten Vereinsvertreter gebeten. Dina Wolf ist für den Umbau in der alten Schule zuständig. Um sich ein Bild machen zu können, was die GAV vorhat, bekommen die Interessenvertreter demnächst Abzüge der vom Planungsbüro Eger, Beer und Partner erstellten Zeichnungen für das Projekt. Tobias Klaubert von dem Büro hat die Pläne vorgestellt.

Danach macht sich im Veranstaltungsraum im Erdgeschoss die Schaffung eines zweiten Fluchtweges nötig. Der zu diesem Zweck vorgesehene Einbau einer Tür, durch die man ins Freie gelangt, stieß aber ebenfalls auf Kritik. Dadurch gehe in dem ohnehin nicht großen Raum weiterer Platz verloren, weil man vor diese Fluchttür ja keine Möbel stellen könne, wandte ein Bürger ein. Auch über ein gewünschtes zweites WC im Keller und anderes besteht noch Redebedarf in Großfriesen.

"Das ist heute ein erster Aufschlag", fasste Steffen Zenner die Diskussion zusammen. Es solle weiter mit den Bürgern darüber gesprochen werden. Zudem habe man noch kein Geld für diese mit 750.000 Euro veranschlagte Baumaßnahme. Fördermittel machten sich nötig. Dass es bei den 750.000 Euro möglicherweise nicht bleibt, schätzte Ortsvorsteher Wolf Rüdiger Ruppin (CDU) ein. Dieser Rahmen sei angesichts der Baupläne jetzt schon nicht mehr zu halten, meinte er.

"Das ist ein richtig schönes Gebäude", schwärmte der Vorsitzende des Kleintierzüchtervereins, Lutz Groh, nach der Sitzung, als er draußen einen Blick auf die verzierte Fassade warf. Die Kleintierzüchter seien mit den Plänen zufrieden.

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